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Wednesday, July 17th 2013, 6:42pm

Bayern - Deutsches Reich

Hallo Sammlerfreunde - Tim ruhig bleiben :) ,

streng genommen stellen sogar Briefe aus Bayern nach Württemberg oder in das "restliche" Deutsche Reich "Auslandsbriefe" dar, d.h. im Rahmen einer Destinationsbetrachtung sind auch solche Belege zu berücksichtigen.
Nachfolgenden "Vertreter" möchte ich euch nicht vorenthalten:

2x20 Pfg. Bayern Abschiedsausgabe auf Trauer-Einschreibebrief vom 6. April 1920 (Übergangszeit !) von Kasierslautern 4 nach Berlin und weitergeleitet nach Trier an der Mosel. Da der Brief unterfrankiert in den briefkasten geworfen wurde (hdschr. Vermerk "Aus dem Bfkasten" links oben) wurde er mit 10 Pfg. nachtaxiert. Gekostet hätte er 20 Pfg. (1. Gewichtsstufe) + 30 Pfg. Einschreibegebühr = 50 Pfg. gesamt. Waruma aber wurden nur 10 Pfg. Nachporto, statt des üblichen "doppelten Fehlbetrages aufgerundet auf die nächste durch 5 teilbare Zahl" = 20 Pfg. - theoretisch.(!) Hier greift aber die Bestimmung, dass zuerst die Frankatur für das eigentliche Briefporto angerechnet wurde und Zusatzdienste (= Einschreiben, Eilbestellung etc.) nicht der Nachgebührenregelung unterlagen, d.h. mit dem einfachen Fehlbetrag in Rechnung gestell wurden.
im vorliegenden Falle: Das Briefporto mit 20 Pfg. war gedeckt und es fehlten nur 10 Pfg. für die Einschreibegebühr, die entsprechend angeschrieben wurde.
Viel Spass beim Betrachten.

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
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Wednesday, July 17th 2013, 6:51pm

Hallo Sammlerfreunde,

und weil es einfach Spass macht - noch einen:
Antwortteil einer Deutsches Reich 5 Pfg. Krone/Adler Antwort-Ganzsache von Speyer am 13. Mai 1901 nach Frankfurt und weiter nach Apolda gelaufen. Auffällig ist die komplette Umadressierung der Karte, was eigentlich darauf hindeutet, dass die Karte den Postweg verlassen hatte und normalerweise neu frankiert werden hätte müssen. Kein "Knaller", aber einfach hübsch. :)

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
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Saturday, September 28th 2013, 2:42pm

Hallo Sammlerfreunde,

folgenden "stinknormalen" 8) Incoming-Beleg aus dem Reichsgebiet nach Bayern möchte ich euch zeigen:
Ein illustrierter Umschlag nebst Grußkärtchen als Neujahrsgruß von Berlin vom 1.1.1889 nach München
Ohne mich jetzt selbst zu loben :D - schöner kann man einen "normalen" Incoming-Brief schwerlich darstellen. Ich lass' mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen...

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser
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Saturday, September 28th 2013, 3:58pm

Hallo Schorsch,

ein Traumstück - aber warum als Brief frankiert, wenn nur ein Kärtchen drin lag? Das wäre doch der Drucksachentarif für 3 Pfg. gewesen, oder irre ich mich da?
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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Saturday, September 28th 2013, 4:08pm

Hallo Ralph,

vom Grundsatz her richtig, aber es ist zu vermuten, dass noch eine schriftliche Mitteilung beilag, da das Kärtchen selbst nicht beschrieben ist.
Und streng genommen auch noch 1 Pfennig überfrankiert - streng genommen....

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser

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Saturday, September 28th 2013, 4:24pm

Hallo Schorsch,

unter diesen Umständen war es sicher schwer, dich zum Kauf zu verleiten. :D
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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Tuesday, October 1st 2013, 5:00pm

"Grenzüberschreitender" Nachbarortsverkehr

Hallo Sammlerfreunde,

vor wenigen Tagen im Netz entdeckt war ich jedoch mehr als verwundert, warum der Brief trotz 3 (!) Beobachtern noch zu haben war:

Einschreibebrief der 1. Gewichtsstufe im "grenzüberschreitenden" Nachbarortsverkehr Bayern - Deutsches Reich (Baden): Ludwigshafen a.Rh. 5 Mundenheim nach Mannheim vom 19. April 1920 (mit rs. Ank.stpl.), also aus der (geduldeten) Übergangszeit nach dem Übergang der bayerischen Posthoheit auf das Deutsche Reich zum 1.4.1920.
Der Brief ist tarifgerecht frankiert: 15 Pfg. für den "Orts-"brief in der 1. Gewichtsstufe plus 30 Pfg. Einschreibegebühr = 45 Pfg.
Sind Briefe und Postkarten im Nachbarortsverkehr schon nicht gerade "Massenware", so sind Sendungen mit Zusatzdiensten kaum zu finden. Puristen mögen mir es nachsehen, dass die Verwendung von bayerischen Marken nach dem 1.4.20 streng genommen ja schon eine "Reichspost-Verwendung" darstellen und man so gesehen eigentlich von keinem "grenzübnerschreitenden" Postverkehr mehr sprechen kann. Aber wie schon gesagt - erst einmal finden... 8)

Beste Grüße
Postgeschichte-Kemser


PS: Dass die linke 20er noch den Plattenfehler "BAYEFN" aufweist, sei nur der Ordnung halber erwähnt.
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