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81

Friday, July 7th 2017, 2:54pm

Lieber Bayern Klassisch

wo ich den Beleg in der Bucht gesehen habe, habe ich sofort an dich gedacht. Jedoch habe ich angenommen, dass noch einige Preussensammler diesen Beleg auf ihren Schirm haben könnten. Wenn ich jedoch lesen, dass du nur für einen "Bruchteil" bekommen hast...

Jedenfalls Glückwunsch zu diesem Beleg, der sicher portofrei war und glücklicherweise nichts mit Magdeburg zu tun hat.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

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82

Friday, July 7th 2017, 3:10pm

Liebe Freunde,

im Anhang findet ihr den bereits vom @Pälzer angezogenen Art. 24 des DÖPV - Vertrages, der aussagt, dass die "Correspondenz sämmtlicher Mitglieder der Regentenfamilien der Post - Vereins - Staaten im ganzen Vereinsgebiete portofrei befördert werden".

Wir halten fest, dass der Absender des Briefes an unseren preussischen Prinzen sicher kein Mitglied des bayerischen Königshauses war. Wäre es in München ein Mitglied des preußischen oder eines anderen Regierungshauses gewesen, hätte man dies der Aufgabepost kommunizieren müssen. Dies ist offenbar nicht erfolgt, sonst hätte man ihn nicht wie einen schnöden Portobrief taxiert.

Dass man in Bayern mit vergleichbaren Briefen Probleme hatte, belegt die VO Nr. 10484 vom 15.7.1850, veröffentlicht im Blatt Nr. 22 einen Tag später, also fast auf den Tag genau 2 Wochen nach Inkrafttreten des DÖPV.

Dort nimmt man Bezug auf in Bayern portofrei gestellte Persönlichkeiten, lässt aber die Frage außer Acht, wie es sich bei Briefen nicht portofrei gestellter Persönlichkeiten in den Postverein an ganz offensichtlich portofrei gestellter Personen verhält.

Wir kennen die Fälle (selten, aber doch) umgekehrt: Aus dem DÖPV gibt es taxierte und nachtaxierte Briefe an höchste Persönlichkeiten in Bayern (z. B. den Prinzen Carl von Bayern) - dort wurde auch ein Porto bzw. Nachporto notiert, dies aber von der Abgabepost wieder abgestrichen, soll heißen, man hat a) entweder nichts bezahlt und die Briefkarte geändert/moniert, oder b) man hat das geforderte Porto (Nachporto) der Aufgabepost überwiesen, die Höhe desselben aber als unanbringliche Forderung zu Lasten der Staatskasse abgeschrieben und eben nicht seiner königlichen Hoheit unter die Nase gehalten.

Vlt. lesen hier ein paar bewanderte Preussen mit und geben uns einen Tipp, wie die preussischen Verordnungen hierzu aussehen und welche Meinung dort vertreten wird.
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Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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