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Dept.100

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41

Monday, March 23rd 2015, 9:01pm

Hallo Dep.100,

vielen Dank - schon ein unüblicher Brief ....
in der Tat .... aber solche Briefe kommen halt in dieser Zeit immer wieder vor, wobei ich mir das nur damit erklären kann, dass die Revolutionswirren und die Umstrukturierung der linken Rheinseite im Rekordtempo wohl Fehler produziert hat, die in "ruhigeren Zeiten" vermeidbar gewesen wären.

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42

Monday, March 23rd 2015, 9:55pm

Ja, so wird es gewesen sein - solche krummen Hunde hat es ja immer wieder mal, aber warum man dem Empfänger die Kosten eigener Unfähigkeit angelastet hat, ist mir noch ein Rätsel ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Dept.100

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43

Monday, March 23rd 2015, 10:04pm

solche krummen Hunde ....
siehe die Vita des Präfekten Jeanbon Baron de St. André:
Erst im Knast nach dem Sturz Robespierres, dann via Amnestie wieder frei und auf diplomatische Mission nach Algier und Smyrna geschickt.
Dort wieder in den Knast (1798 bis 1801), dann Präfekt des Départemts du Mont Tonnerre durch Napoleon´s Gnaden.

Derartige Emporkömmlinge und Chaoten gab es auf der linken Rheinseite zur Zeit der franz. Besetzung zu Hauf. ?(

Dept.100

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44

Thursday, March 26th 2015, 9:00am

Hier noch ein recht nützlicher Link für das Umrechnen des franz. Revolutionskalenders:

http://www.ortelius.de/kalender/form_de2.php

LG Dept.100

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45

Friday, March 27th 2015, 10:56am


.... und noch ein Rechner (aus Frankreich) nur für den Revolutionskalender:

http://archivesenligne.pasdecalais.fr/cg…g.php?annee=XII

LG

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Friday, March 27th 2015, 5:40pm

denn 2ten benutze ich immer
Phila-Gruß

Lulu

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47

Monday, March 30th 2015, 9:41am

nun sind beide Bücher online (Département du Mont-Tonnerre und Thurn und Taxis in Rheinhessen.

Nachdem der direkte Link dann und wann nicht funktioniert, wie Ihr schreibt, hier ein neuer:

www.epubli.de

dann auf Shop
dann nach unten scrollen
Nachschlagewerke anklicken
es öffnen sich die Neuerscheinungen

in dieser Kategorie könnt Ihr beide Bücher anklicken, Euch die Vorschau ansehen und eventuell über den Warenkorb bestellen.

LG Dept.100

Helveticus

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48

Tuesday, May 5th 2015, 6:47pm

Guten Abend Bayern Klassisch

Dein scharfes Auge hat beim Entziffern der alten Schriftzüge wieder Vortreffliches geleistet. Meine Interpretation als Darmstadt war wohl zu voreilig :whistling:
Dannstadt passt auch besser (nachdem ich Nachhilfe in pfälzischer Geographie bei Ute genommen habe) zu "Neustadt par Frankenthal".
Die Jahreszahl entstammt dem Inhalt. Sie wurde bei der Veröffentlichung von Leist 1978 (N. a. d. H. - Postg. u. Postst.) erwähnt und dann nochmal 1987 von Zangerle im Pfalzsammler 1989. Letzendlich ist dieser Brief dann bei mir gelandet. Dannstadt sowie die Taxzahlen erwähnte aber keiner der Autoren. Als innerfranzözischer Brief hat er dann wohl 12 Dec. gekostet???
Vielleicht wird man oder werden wir es irgendwann verstehen ...

HerzlichenDank für Deine Hilfe und beste Grüsse aus ZH
Heveticus

Speyer - Dannstadt hat 2 Décimes gekostet (= Taxierung in Tinte).
Irgendwie ist der Brief aber wohl in den falschen Postsack nach Neustadt gelangt, wo deshalb der Débouse-Vermerk aufgebracht wurde und die Ursprungsadresse nicht gestrichen worden ist, wie bei Débourse üblich.
Von Neustadt ging der Brief über den handschriftlich vermerkten Laufweg dann "zurück" nach Dannstadt, wo der Empfänger insgesamt 12 Kreuzer zu bezahlen hatte: 8 Kreuzer Speyer-Neustadt (auf die die 2 Decimes = 6 Kreuzer angerechnet wurden) + 4 Kreuzer Auslage (Débourse) von Neustadt für die Weiterleitung.
Letztlich ein teurer Brief für den Empfänger ob (wohl) eines Postversehens, da er andernfalls nur 2 Décimes = 6 Kreuzer gekostet hätte, nun das Doppelte.

LG Dept. 100



Hallo Dep. 100

Der Brief wirft nach wie vor - wie übrigens die gesamte napoleonische Zeit- nach einige Rätsel auf und wir hatten einige Interpretationsanläufe im Forum (Bayern-Klassisch mag sich noch erinnern).

Bei der jetzigen Interpretation möchte ich gerne verstehen, wie der Verfasser zu seinen Aussagen kommt – d.h. einige Fragen und Anmerkungen!

Speyer-Dannstadt mit 2 Décimes (für 6 gr. und 100 km) wäre für den Tarif vom 20. Juli 1802 für „Lettres, de Bureau á Bureau“ (siehe: Dr. R. Joany, Les Tarifs Postaux Francais (1627-1969)). Dannstadt ist aber kein „Bureau“ - es liegt aber im Zentrum zwischen Speyer, Neustadt und Frankenthal. Kennt man einen Kurs direkt über Dannstadt? Übrigens trägt der Brief den handschriftlichen Vermerk „Mutterstadt par Frankenthal“. Wie wäre das in der Interpretation zu berücksichtigen?

Warum Kreuzer? Der Brief ist vom 9. Dez. 1805, das Département Mont-Tonnerre bestand zu dem Zeitpunkt seit 8 Jahren. Mit der Radikalität mit der die Franzosen Veränderungen herbeiführten, sollte da wirklich noch die Reichswährung teilweise zum Einsatz gekommen sein? Gab es dafür eine besondere Verordnung der franz. Postverwaltung für Mont-Tonnerre?

Wenn Speyer-Neustadt 8 Kreuzer wären, würde das 2,66666 Décimes entsprechen und findet sich nicht in dem obigen Tarif von 1802. 3 Décimes wäre schon die nächste Gewichts- oder Entfernungsprogression (z.B. 6gr, 200 km oder 8gr, 100 km).

4 Kreuzer beträgt die Débourse-Gebühr? In Ihrem Buch – das ich sehr begrüsse - wird ein „Neustadt + Landau“-Débourse-Beleg nach Hagenau mit 4 Décimes als Débourse-Gebühr gezeigt. Kennen sie die Débourse-Tarife?

Könnten sie entsprechende Literatur-Quellen im Forum bekannt geben?

LG
Helveticus

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Tuesday, August 22nd 2017, 5:18pm

Hier ein Brief mit äußerst klarem Abdruck des Frankenthaler Departement-Stempels. Datiert 17.2.1801 nach Oppenheim.
Was hat es mit den zwei Taxierungen (2? in Schwarz, 7?oder1? in Rötel) auf sich?
2 = 2 Decimes = 6 Kreuzer + 1 Kreuzer Bestellgeld = 7 (Kreuzer)

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50

Tuesday, August 22nd 2017, 5:20pm



Welche Taxierung bedeutet der Schnörkel?

Der "Schnörkel" ist eine französische Taxzahl und bedeutet 5 Decimes.

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Tuesday, August 22nd 2017, 5:37pm

Die rückseitige " 3 " bezeichnet wohl 3 Kreuzer Porto, die innerhalb der Pfalz bis zur Grenze angefallen sind.
Aber mit den Rötelstrichen auf der Vorderseite kann ich nun nicht viel anfangen. ;(
Was bedeutet in der oberen linken Ecke " fr 0 " oder " fro ". Ist es nun ein Teilfrankobrief oder war der Empfänger in Frankfurt portobefreit? ;(



NEIN! Die Rückseite belegt 3 Decimes = 9 Kreuzer (Gesamt-) Porto für diesen Frankobrief nach Frankfurt.
Daraus (1 in Rötel auf der Vorderseite) 1 Batzen = 4 Kreuzer für das Taxis-Lehen des Fürsten Carl von Dahlberg.
P.100.P. steht für Frankobriefe, d.h. das Porto war vom Absender bereits bezahlt.
fro. = Franko, d.h. Porto bezahlt.

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Tuesday, August 22nd 2017, 5:49pm

... kleine Korrektur: 1 Batzen war immer 4 Kreuzer wert.
Liebe Grüsse vom Ralph

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53

Thursday, August 31st 2017, 5:20pm

Info

1 Batzen = 4 Kreuzer stimmt! :)
mal vorab:
60 Seiten aus dem neuen Buch über Napoleon und die Pfalz, das Mitte bis Ende September erscheint (ca. 200 Seiten):
https://www.epubli.de/shop/buch/Departement-Donnersberg-unter-Adler-und-Krone-Sammlung-Albrecht-Detlev-Albrecht-9783745015317/66890

This post has been edited 5 times, last edit by "Dept.100" (Sep 8th 2017, 4:00pm) with the following reason: 60 Seiten aus dem neuen Buch über Napoleon und die Pfalz, das Mitte bis Ende September erscheint: https://www.epubli.de/shop/buch/Departement-Donnersberg-unter-Adler-und-Krone-Sammlung-Albrecht-Detlev-Albrecht-9783745015317/66890 und hier das neue Buch: https://www.epubli.de/shop/buch/Die-Post-Rheinhessen-der-Pfalz-unter-Adler-und-Krone-1799-bis-1814---Handbuch--Katalog-Detlev-Albrecht-9783745016062/66967


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Friday, September 8th 2017, 4:00pm