You are not logged in.

Posts: 729

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

21

Monday, April 13th 2015, 6:20pm

lieber Ulf,
ich lese "zahlt Empfänger"
beste Grüße
Erwin W.

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

22

Wednesday, April 15th 2015, 4:07pm

Hallo Erwin

dies könnte wirklich passen!

Ist die "2" tatsächlich als Porto für den Postschein notiert worden?
In den Anmerkungen des §54 unter G ist verwiesen, dass das Scheingeld auch vom inländischen Empfänger erhoben werden kann, aber der Absender dafür haftet, falls der Empfänger dies nicht bezahlt.

Hat jemand etwas vergleichbares?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

23

Wednesday, April 15th 2015, 5:12pm

Lieber Magdeburger,

etwas Vergleichbares habe ich von ganz AD noch nicht gesehen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

24

Wednesday, April 15th 2015, 5:41pm

Lieber Bayern Klassisch

heute kann ich jedenfalls sagen: Der eine Euro war super investiert.

Ich bin mir bei dem Beleg auch relativ sicher, dass er frankiert aufgegeben wurde. Warum der Absender den Postschein nicht bezahlt hat, erschließt sich mir nicht richtig.
Wenn der Empfänger die Gebühr für den Postschein nicht bezahlt, hätte der Absender eine Empfangsbestätigung. Letzterer hätte die 2 Sgr. auf jeden Fall bezahlen müssen. Leider ist diesbezüglich nichts erkennbar.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

25

Wednesday, April 15th 2015, 5:50pm

Lieber Magdeburger,

bei Bayern ist mir nur eine Vorschrift im Hinterkopf hängen geblieben, die aussagt, dass für jedes Fahrpoststück eh ein Schein verlangt, gezogen und bezahlt werden muss, aber auf besonderes Verlangen kann auch eine derart "eingeschriebene" Sendung nochmals chargiert werden, also gewissermaßen ein zweiter Schein gezogen werden. Wer diesen 2. Schein zu zahlen hat, bleibt offen. Ein Rückschein war damit auch nicht gemeint.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

26

Wednesday, April 15th 2015, 6:04pm

Lieber Bayern Klassisch

laut dem §54 (Posttaxe von Preussen, gültig ab 01.01.1825) waren die Postbeamten verpflichtet einen Postschein bei Geldsendungen über 1 Thaler auszustellen. Dies galt auch für Reko-Briefe.

ich habe einen Postschein, wo die Gebühr für einen 2. Schein von Absender mit erhoben wurden.

hier hatte ich einen solchen beschrieben (der untere):
Preußen - Postscheine

Unter der Nr. 170 wurde am 26. März 1831 ein Paket mit 4475 Reichsthaler in Golde mit einem Gewicht von
13 Pfund 10 Loth an H(errn) Doct(or) j(urisprudentiae) Caspari in Halberstadt aufgegeben. Der Postsekretär Muth, tätig bei der Annahme-Expedition, unterschrieb. Die undeutliche Wertangabe wurde am rechten Rand wiederholt notiert.

Taxierung:
Für die ersten 1000 Thaler waren je 100 Thaler 4 Sgr., darüber je angefangene 100 Thaler 3 Sgr. von 5 zu 5 Meilen.
4 Sgr. * 10 (von 0 bis 1000 Thaler) * 2. Entfernungsstufe = 80 Sgr. + 3 Sgr. * 35 (über 1000 bis 4500 Thaler) * 2. Entfernungstufe = 210 Sgr. = Gesamt 290 Sgr., nach Goldtaxe 50% = 145 Sgr. + 2 Sgr. für den Schein = 147 Sgr. 149 Sgr. wurden notiert, da ein zweiter Schein ausgestellt wurde. (rechts neben der 147 steht 2. Schein!)

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
Magdeburger has attached the following image:
  • PS-18310326_MD_Halberstadt-gedreht-20.jpg

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

27

Thursday, April 16th 2015, 1:56pm

Liebe Sammelfreunde

hier mal ein Beleg aus Genthin nach Magdeburg. Versendet wurde ein Paket von 5 Pfund 20 Loth mit einer Wertangabe von 100 Reichsthaler Courant.

Da es sich um ein Wertpaket handelt, wurde dies auch mit einem "W" gekennzeichnet.
Die große Preisfrage, aus welchem Jahr stammt der Beleg?
Aus 1870, so würde ich das Jahr lesen, kann er nicht stammen, dazu recht das Porto von 3 Sgr. nicht. Eher würde ich 1850 favorisieren...

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
Magdeburger has attached the following images:
  • 18xx0306_Genthin_Magdeburg_V50.jpg
  • 18xx0306_Genthin_Magdeburg_R50.jpg
  • 18xx0306_Genthin_Magdeburg_Datierung-50.jpg

Posts: 729

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

28

Thursday, April 16th 2015, 2:19pm

hallo Ulf,
ich würde eventuell 1840 lesen, aber dann müsste das Paket mehr als 3Sgr. kosten.
beste Grüße
Erwin W.

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

29

Thursday, April 16th 2015, 2:34pm

Lieber Erwin

die Entfernung Magdeburg- Genthin sind etwa 6 1/4 Meilen.
1840 hätte dies 8 Sgr. gekostet -> nach Geldtaxe 4 Sgr. von 5 zu 5 Meilen.
Den Rahmenstempel und auch der Ausgabestempel passen jedoch zeitlich nicht in diese Zeit.

Es ist schon schwierig, da ein Jahr zu entziffern....

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

30

Thursday, April 16th 2015, 2:50pm

Liebe Freunde,

wie sieht es 1870 aus?
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

31

Thursday, April 16th 2015, 3:15pm

Lieber Bayern Klassisch

1870 hätte der Beleg 4 Sgr. gekostet - 3 Sgr. Mindestfahrposttarif + 1 Sgr. Werttaxe. Eine fehlerhafte Taxierung kann zwar nicht ausgeschlossen werden.
Auch bin ich mir relativ sicher, dass ein Paketzettel hätte vorhanden sein müssen. Der Orts-Stempel von Genthin sieht auch noch recht schön aus, sicher auch kein Indiz. Eventuell läßt sich noch klären, ab wann dieser im Einsatz war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

32

Thursday, April 16th 2015, 3:20pm

Lieber Magdeburger,

1840 kann ich aus graphologischer Sicht ausschließen - es müsste wirklich 1870 heißen, wozu auch der Duktus der Schrift passt. Zu den Stempeln kann ich wenig beitragen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Posts: 729

Location: Main-Kinzig-Kreis

Occupation: Dipl. Ing., Dozent

  • Send private message

33

Thursday, April 16th 2015, 3:25pm

Was steht denn da rechts neben der 3 in blau? sieht wie 1822 aus, was als Jahreszahl ja auch nicht sein kann.

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

34

Thursday, April 16th 2015, 6:23pm

Hallo Erwin,

ja 1822 steht daneben -> ist jedoch keine Jahrezahl

Hallo zusammen

ich habe nun eine ganze Weile rumgesucht, ob ich irgendetwas finden könnte. Scheinbar gab es den Stempel erst recht spät, was für 1870 spricht. Auch zum Empfänger war Fehlanzeige!

Schlußendlich habe ich die Taxquadratzahlen aus der NPD-Zeit herangezogen:
Genthin: 52 - 142 Magdeburg 56 - 146 - nun die kleinere von der größeren Zahl abziehen: 4 - 4 , dann die Quadrate bilden und addieren, also 16 + 16 = 32 nun die Wurzel ziehen und vom Ergebnis nur den Ganzzahlenteil nehmen. Danach ergibt sich 5 Meilen und für diese Entfernung reichten 1870 die Portogebühren von 3 Sgr.

Soweit ich bisher gefunden haben, dürfte 1870 höchst wahrscheinlich sein. Die Frage ist jetzt, war ein Paketzettel nun anzubringen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

35

Sunday, September 3rd 2017, 5:29pm

Liebe Sammelfreunde

ein neuer Zugang, den ich aus Italien wieder zurückgeholt habe und laut Angabe von 1823 sein soll.
Eine Rolle von 18 1/8 Loth mit 175 Reichsthaler 7 Gute Groschen 4 Pfennige in Gold wurde in Heimersleben aufgegeben und nach Dessau gesandt. Heimersleben als Postwärterei sendete dies zuerst an das hierfür zuständige Postamt in Magdeburg, wo die Rolle wiederholt gewogen und das Gewicht daneben gesetzt wurde.

Die Goldtaxe betrug damals 75% der Silbertaxe, welche 4 Gute Groschen von 5 zu 5 Meilen bei dem declarierten Wert betrug. Es ergibt sich 6 Ggr. hierfür. Da jedoch die Leistung von der Postwärterei nach Magdeburg ebenfalls bezahlt werden mußte, dürften die fehlenden 2 Ggr. hierfür angesetzt worden sein.

Die restlichen 3 Pfennige sind das Bestellgeld.

Das Paket wurde ja ein drittes Mal gewogen, höchstwahrscheinlich in Dessau. Soweit ich es lese, sind 18 1/2 Loth notiert worden - der Name darunter?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
Magdeburger has attached the following images:
  • 18xx04xx_Heimersleben_Dessau_V70.jpg
  • 18xx04xx_Heimersleben_Dessau_R70.jpg

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

36

Monday, September 4th 2017, 5:11pm

Lieber Ulf,

ich lese 18 1/8 Loth - wenn du mir ein paar Namen zur Auswahl gibst, kann ich einen vlt. zuordnen. So läse ich irgendetwas mit Meyer??
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

  • "Magdeburger" started this thread

Posts: 2,101

Location: Sachsen-Anhalt

  • Send private message

37

Monday, September 4th 2017, 6:06pm

Lieber Bayern Klassisch

hinter der zweiten Gewichtsnotierung in einer Linie, da ist Magdeburg abgekürzt.
Bei der dritten Gewichtnotierung, ja da lese ich eigentlich Berlin darunter. Den Ausschnitt hänge ich mal an.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
Magdeburger has attached the following image:
  • 18xx04xx_Heimersleben_Dessau_V-Ausschnitt.jpg

Posts: 19,248

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

38

Monday, September 4th 2017, 6:32pm

Lieber Ulf,

achso - ich lese Dessau.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

39

Thursday, September 14th 2017, 1:01pm

Da schließe ich mich bei "Dessau" an.

Gruß
Jens