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201

Tuesday, March 28th 2017, 9:50pm

Hallo Ralph,

...hattest du nicht mal erwähnt, dass Post aus Unterfranken und der Pfalz in die Schweiz immer über Baden laufen musste, weil Vorschrift. Und bemerkt, dass dir ein Brief über Bayern in der Sammlung fehlt.

Ja dann, herzlichen Glückwunsch. :thumbsup:

Viele Grüsse
Christian

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202

Wednesday, March 29th 2017, 6:24am

Hallo Christian,

ja, eigentlich schon. Wenn man sich die Karte anschaut (IEG - Maps für 1860), dann machte das auch Sinn.

Es scheint aber so gewesen zu sein, dass man vlt. die Destination Schweiz aufteilte und nur Briefe von dort in die westliche Schweiz (also Basel und weiter westlich) den Badenern übergab - die in die Zentral- und Ostschweiz aber über Franken, Schwaben und das Allgäu beförderte. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber ich bin sehr froh, den zu haben, da hast du natürlich Recht.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

203

Wednesday, March 29th 2017, 11:27pm

Hallo Ralph,

...das macht Sinn, aber dann gab es keine Vorschrift alles über Baden zu senden.

Viele Grüsse
Christian

204

Saturday, April 1st 2017, 11:31am

Hallo Sammlerfreunde,

auch ich bin bei Köhler fündig geworden.

Bayreuth - Zürich und von dort nach München nachgesandt vom 12.1.1861 oder 1862.

Frankiert mit 12 xr für die Strecke Bayreuth - Zürich. Für die Nachsendung nach München wurden 12 xr Porto mit Rötel vermerkt.

Der Brief ist ohne Inhalt, vielleicht können unsere Plattenexperten anahnd der 3 xr Franko-Marke das Jahr näher bestimmen?

Gruß
bayernjäger
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205

Monday, April 24th 2017, 2:35am

Hallo zusammen,

hier ein Brief aus LINDAU an die bestens bekannte Adresse des Jakob Isler in Wohlen (Schweiz), Kanton Aargau. Er durchlief folgende Stationen:
13.1.(1860) VIII (8 Uhr morgens?) Aufgabe in Lindau und überquert den Bodensee Richtung Schweiz
13.1.(18 )60 2 A. in Romanshorn
13.1.1860 mit Zug 17 der Schweizer Bahnpost Richtung Aarau
13.1.(18 )60 6 A. in Aarau
14.1.(18 )60 Ankunft in Wohlen.

Ich bitte um Informationen zur Verwendungszeit des Stempels. In der Datenbank von stampsx war er noch nicht.
Was bedeuten die Taxierungen? 3 Kreuzer Bayern und 6 bis zum Schweizer Ufer?

beste Grüße

Dieter
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206

Monday, April 24th 2017, 6:56am

Hallo Dieter,

ab 1.9.1859 sollten Briefe nach Wohlen im 1. CH - Rayon sein, dann 3x für Bayern und 3x für die Schweiz. Hier wurden aber 6x für die Schweiz gefordert und mit total 30 Rappen auch bezahlt - sonderbar ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

207

Thursday, June 8th 2017, 4:27pm

Hallo Sammlerfreunde,

ansich keine Schönheit aber eine doch interessante Verwendung.

München - Zofingen vom 19.6.1864, frankiert mit 12 xr (9 xr BY, 3 xr CH)
Der Absender vermerkte links unten: " Bei allenfallsiger Abwesenheit bittet man den Brief nach Hutwil zu schicken"
Tatsächlich war der Empfänger nicht anwesend, folglich wurde Zofingen gestrichen, Hutwyl vermerkt und der Brief nachgesandt.
Ankunft Zofingen 20.6, dann über Langenthal 21.6 nach Hutwyl 22.6.

Für die Nachsendung fielen offensichtlich keine weiteren Kosten an.

Kann jemand nähere Angaben machen, wie mit Nachsendungen in der Schweiz zu verfahren war?

Gruß
bayernjäger
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208

Friday, June 9th 2017, 11:10am

Hallo Sammlerfreunde,

für einen moderaten Preis dieser Tage im Net zu kaufen und jetzt wieder im Bayernlande.

München - Zurzach vom 28.11.1852, frankiert mit 9 xr für die Strecke innerhalb Bayerns und 6 xr für die Schweiz in den 2. Taxrayon. Diese 6 xr wurden bar bezahlt und als Weiterfranco auf der Briefrückseite vermerkt.

Der Brief ging an den Kunstmaler August Attenhofer.
Hier einige Infos zu seiner Person:

Attenhofer, August (1828–1862)
* 27.12.1828 Zurzach, † 18.9.1862 Zurzach; Heimatort: Zurzach
Bildnis- und Kirchenmaler.

August Attenhofer kam in Zurzach als fünfter Sohn des Bezirks-Kommandanten Josef Xaver und der Cecilia Attenhofer-Schaufelbühl zur Welt und wuchs daselbst mit fünf Brüdern auf. Von 1842 bis 46 besuchte er hier die Bezirksschule. Danach begab er sich nach München, wo er sich 1847 an der Akademie der bildenden Künste einschrieb, Kunstwerke aus dem Altertum abzeichnete und sich im Freien übte. In seinen Jugendjahren war er oftmals krank, so dass er seine Ausbildung immer wieder unterbrechen musste. 1853 zog er wieder nach München und wurde Schüler an der Malschule von Professor Johann von Schraudolph. Hier bildete er sich im Bildnismalen aus und es entstanden viele Bildnisse. Er kopierte auch viel nach alten Meistern wie Raffael, Angelica Kauffmann und van Dyck.
Für die Kirche Unterendingen malte er um das Jahr 1854 die großen Altarbilder der Seitenaltäre, Maria und Georg darstellend. Diese befinden sich heute nicht mehr dort.

Er wollte zunächst in anderen Kunststädten seine Studien fortsetzen, musste dann aber aus unterschiedlichen Gründen darauf verzichten und kehrte in die Heimat zurück. Hier heiratete er noch im Frühjahr 1856, wurde dann aber bald krank und verstarb mit 34 Jahren an einem Lungenleiden.

Gruß
bayernjäger
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209

Friday, June 9th 2017, 6:06pm

Kann jemand nähere Angaben machen, wie mit Nachsendungen in der Schweiz zu verfahren war?
Hallo bayernjäger,

es kam immer darauf an, ob der Brief an der Zieladresse bereits den Postweg verlassen hatte. Wenn ja, dann musste bei einer Nachsendung neu frankiert werden.
Bei deinem Brief dagegen erfolgte die Nachsendung direkt durch das Empfangspostbüro ohne erstmalige Zustellung. Vielleicht hatte der Empfänger schon vorab einen Auftrag für Nachsendungen erteilt.

Gruß
kantonal

210

Saturday, June 10th 2017, 6:49am

Hallo kantonal,

vielen Dank für diese Auskunft. Es war also analog zu Bayern.

Gruß
bayernjäger

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211

Friday, July 7th 2017, 1:56pm

Liebe Freunde,

weil es interne Anfragen zu den Leitungen aus Bayern in die CH gab und die Kosten hierfür abhängig von den Grenztaxpunkten sich unterschieden, habe ich den § 6 eingescannt, aus dem ihr ersehen könnt, welche Briefe wie geleitet wurden, wenn es von Bayern und der Pfalz in die Schweiz ging. Merke: Unterfranken war die Ausnahme im rechtsrheinischen Bayern.
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Liebe Grüsse vom Ralph

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212

Friday, July 7th 2017, 6:29pm

...was die Literatur so alles hergibt.

Es scheint aber so gewesen zu sein, dass man vlt. die Destination Schweiz aufteilte und nur Briefe von dort in die westliche Schweiz (also Basel und weiter westlich) den Badenern übergab - die in die Zentral- und Ostschweiz aber über Franken, Schwaben und das Allgäu beförderte. Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber ich bin sehr froh, den zu haben,

Jetzt ist das letze Wort zu Unterfranken gesprochen. :thumbsup:

Viele Grüsse
Christian

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213

Friday, July 7th 2017, 6:43pm

Amen. ^^
Liebe Grüsse vom Ralph

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214

Tuesday, September 19th 2017, 6:00pm

Hallo Sammlerfreunde,

auch wenn dieser Brief etwas ramponiert daher kommt, so habe ich mir ihn doch einverleibt.

Immenstadt - Pfeffens bei Ragatz vom 10.8.1864, frankiert mit 18 Kreuzer und Weiterfrankovermerk "9".

Es handelt sich um einen Brief der 3. Gewichtsstufe aus der 1. Entfernungszone DÖPV (Bayern) (10 Meilen) in den I. Rayon in der Schweiz.
Als Franko waren für die 3. Gewichtsstufe jeweils 9 Kreuzer für DÖPV (Bayern) und die Schweiz erforderlich.

Diese Gewichtsstufe scheint mir ehr weniger häufig zu sein.

Gruß
bayernjäger
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