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1

Friday, January 9th 2015, 7:20pm

Stempel in Aachener Sonderform

Liebe Sammlerkolleginnen und Kollegen. Ich zeige nachfolgend 3 Briefe aus gleicher Korrespondenz. Sie wurden von Gemünd nach Düsseldorf gesandt. Abgeschlagen wurde der Zweikreisstempel in Aachener Sonderform mit Zierstück. Bei dieser Sonderform sind die Zahlen des Datums und der Tageszeit quadratisch angeordnet. Der Stempel von Gemünd kommt nicht so häufig vor. Interessant bei dieser Korrespondenz ist, dass der Absender, ein Herr Fried(rich) Giesler vorderseitig quer seinen Absender und (glücklicherweise) das Datum mit Jahreszahl vermerkt hat. Das kommt auch nicht so häufig vor. Der Empfänger ist ein Herr J. P. Giesler in Düsseldorf in der Berger Allee 2.
Die Briefe stammen vom 16.1.1861, 11.8.1861 und 5.1.1862.
viele Grüße
preussen_fan
Erwin W. Friese
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2

Friday, January 9th 2015, 7:34pm

Lieber Erwin,

tolle Strecke - solch einen Stempel habe ich noch nie gesehen. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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3

Friday, January 9th 2015, 7:45pm

lieber bayern klassisch, schau mal hier:
Zweikreisstempel in Aachener Sonderform
beste Grüße
Erwin W.

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4

Friday, January 9th 2015, 7:59pm

Lieber Erwin,

ui, hatte ich glatt vergessen. Danke fürs Erinnern. :) :)
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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5

Friday, May 22nd 2015, 10:04am

Hallo Alle

Hier ein Brief aus Nideggen nach Aachen. Sendet am 8.1.18??.
Porto 1 Sgr. und ½ Sgr. Bestellgeld.
Der Brief ist nicht das schönste, aber der Stempel sind nicht heufig.

Vele Grüße
Jørgen
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6

Friday, May 22nd 2015, 11:21am

Hallo Baldersbrynd,

Ich würde den Brief in die Jahre 1860 - 1861 (eventuell bis 1863) datieren. Zum einen wurde 1.April 1859 die Entwertung der 1/2-Silbergroschen-Marke mit dem Nummernstempel abgeschafft, zum anderen ab dem 13.Mai 1863 zwingend ein zweiter Abschlag des Ortsstempels vorgeschrieben (s.a. P.Gaefke Kleine Datierungshilfe bei frankierten Briefen der Wappenausgabe, bei denen die Aufgabestempel noch keine Jahresangabe aufweisen, Preußen-Studien 137 S.52). Interessant ist auch die Art der Entwertung des Wertstempels der Ganzsache sowie der Freimarke mit nur einem Stempel.

Hast Du mal geprüft, ob es sich bei der Marke um eine ohne Wasserzeichen handelt?

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7

Friday, May 22nd 2015, 1:28pm

Hallo Preussensammler

Danke für Dein Antwort mit warscheinliches Jahresangabe.
Die Briefmarke sind mit WZ, so es ist Mi-Nr. 1.
Der Preußen-Studien 137 habe ich nicht. Bin erst Mitglied ab dieses Jahr.

Viele Grüße
Jørgen

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8

Thursday, March 24th 2016, 2:05pm

liebe Sammlerfreunde,
heute konnte ich die eine der letzten zwei Lücken in meinem Sammlungsteil "Aachener Sonderform" füllen. Es handelt sich um den Stempel von HALLE. Abgeschlagen ist er auf einem Ortsbrief innerhalb von Halle, leider ohne irgendwelche Datumsangaben im Brief oder auf der Rückseite. Das Franko ist in blassem Rot ausgeworfen 1/2 (Sgr.).
Halle liegt ja räumlich überhaupt nicht mit Aachen zusammen, aber die Stempelform ist die gleiche, so dass ich diesen Stempel mit zur Aachener Sonderform rechne.
Leider fehlt mir immer noch ein Beleg des Stempels LOEVENICH. Den habe ich seit vielen Jahren nicht mehr gesehen.
beste Grüße
preussen_fan
Erwin W.
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9

Wednesday, January 10th 2018, 5:50pm

liebe Freunde,
womit ich kaum gerechnet habe ist eingetroffen: Ich habe einen Beleg mit dem ultraseltenen Stempel in Aachener Sonderform von LOEVENICH bekommen. Das war ein tolles nachträgliches Weihnachtsgeschenk. Es handelt sich um eine 1 Sgr. Ganzsache der 4. Ausgabe, die frühestens im Dezember 1855 verwendet wurde mit einer 1 Sgr. Zusatzfrankatur der ersten Ausgabe.. Damit stammt der Brief frühestens vom 5.7.1856. Nimmt man noch die Entwertungsart Federstrich zur Hilfe, die nur zwischen 25.10.1851 und 31.3.1859 statthaft war, so reduziert sich der Zeitrahmen auf die Jahre 1855 bis 1858.Leider steht im dreiseitigen Briefinhalt kein Datum, nur Samstag Abend wird angegeben.
Damit lässt sich das Jahr aber trotzdem ermitteln. Im Internet gibt es Seiten, die die für jedes Datum den Wochentag ermitteln. Das Jahr 1856 kommt in Frage. Da war der 5.7. ein Samstag. Allerdings ist dann der Uhrzeiteinsatz im Stempel nicht so recht stimmig. Die Uhrzeit lautet entweder 12 - 1 oder 1-2, was für den Samstag Abend doch ziemlich spät wäre. Oder das Postamt hatte Sonntag geöffnet, kann ich mir aber nicht so recht vorstellen. Dann wäre der 5.7. ein Sonntag und läge somit in 1857.
viele Grüße
Erwin W.
preussen_fan
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Michael

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10

Wednesday, January 10th 2018, 6:12pm

Lieber Erwin,

Glückwunsch zu dem seltenen Stempel.
In Preußen waren die Postämtern sonntags geöffnet, wenn auch mit verkürzten Zeiten.

Gruß
Michael
Preußen mit Transiten

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11

Wednesday, January 10th 2018, 6:17pm

Danke lieber Michael,
dann würde ich sagen, dass es der 5.7.1857 um 12-1 Uhr war.
Wo kann man etwas über die Öffnungszeiten der Postämter lesen?
Beste Grüße
Erwin W.

Klesammler

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12

Wednesday, January 10th 2018, 10:47pm

Hallo Erwin,

da ist dir ja ein tolles Stück für deine Sammlung in die Hände gekommen. Glückwunsch!!

Vielleicht kann man im Internet herausbekommen, wann genau der Herr W. Schulze-Noelle Rektor der Hohen Bürgerschule war. Ich habe keinen erfolg gehabt. Kann jemand das entziffern: .... Bürgerschule zu ??

beste Grüße

Dieter

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13

Thursday, January 11th 2018, 6:25am

Liebe Freunde,

ich warte mal mit einer Teillösung auf: An den Rektor der höheren Bürgerschule zu Schwerdte ??? - ???
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

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14

Thursday, January 11th 2018, 7:10pm

liebe Freunde,
was könnte denn noch hinterSchwerdte stehen? Was gäbe es da denn für Möglichkeiten?
beste Grüße
Erwin W.

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15

Thursday, January 11th 2018, 7:31pm

liebe Freunde,
ich glaube, ich habe da was gefunden:
zur Geschichte des Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte
http://www.fbg.schwerte.de/fbg/die-geschichte-des-fbg/
Auszug:
Ostern 1857 trat die von der Stadt errichtete höhere Stadtschule, im Volksmunde Rektoratsschule genannt, ins Leben.
Die interimistische Leitung wurde durch Verfügung der Kgl. Regierung in Arnsberg vom 13. 3. 1857 dem Pfarramtskandidaten Noelle (Ergste) gegen jährliche Remuneration von 450 Thlr. gegeben.

was meint ihr? Ist das unser "Rektor der höheren Bürgerschule zu Schwerdte "?
beste Grüße
Erwin W.

Klesammler

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16

Thursday, January 11th 2018, 10:36pm

Hallo Erwin,

du scheinst den Empfänger gefunden zu haben. Damit können wir das Datum auf das Jahr 1857 festlegen.
Wenn der Beitrag aus 1948 zur Geschichte der Schule richtig ist, war der Empfänger des Briefes wenige Tage zuvor als Rektor ausgeschieden. Es ist durchaus möglich, daß der Freund aus Lövenich noch nichts davon wußte. Ohne das Internet hätten wir jedenfalls nicht so schnell feststellen können, aus welchem Jahr der Brief stammte. In diesem Fall: Ein Hoch auf die heutige Technik.
Ich habe gestern gesehen, daß der Name Noelle als ev. Priester in späteren Jahrzehnten noch öfter auftaucht.

liebe Grüße

Dieter

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