You are not logged in.

81

Sunday, May 8th 2016, 8:58pm

Ok,

vielen Dank für die Info, das ist dann anscheinend schon eher was Spezielleres.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum man den Brief wohl über Prag - Berlin wieder zurück in die Pfalz geleitet hat.

+ Gruß !

vom Pälzer

  • "bayern klassisch" started this thread

Posts: 20,716

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

82

Sunday, May 8th 2016, 9:10pm

Hallo Pälzer,

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, warum man den Brief wohl über Prag - Berlin wieder zurück in die Pfalz geleitet hat.


na weil der da hingehörte - nicht zustellbare Briefe sind an den Absender gegen Ersatz des Portos zurück zu geben - genau das hat man hier gemacht, nachdem es der Preussen bedurfte festzustellen, dass Neustadt an der Haardt das richtige war.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

83

Sunday, May 8th 2016, 9:28pm

Hallo bk,

naja, nach Preussen gehörte er ja nun gar nicht, genausogut hätte Österreich an Bayern zur Nachforschung weiterleiten können. Dass niemand in Mailand wusste, was ein bayerischer Halbkreiser ist, kann man ja noch verstehen, aber dann auch noch - wie man auf der Rückseite sieht - an so vielen Durchgangsstellen in Österreich ? Das ist schon ein bischen merkwürdig, finde ich.

+ Gruß !

vom Pälzer

  • "bayern klassisch" started this thread

Posts: 20,716

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

84

Sunday, May 8th 2016, 10:44pm

Hallo Pälzer,

ich weiß nicht, was den Mailändern durch den Kopf ging, dass sie ihn so geleitet haben. Wenn er mit der badischen Briefkarte ankam, die Karte aber erledigt wurde und der Brief erst dann in Mailand nicht zugestellt werden konnte, war die Verbindung unterbrochen.

Neustadt gab es viele - vlt. dachte man in Mailand an die Wiener Neustadt? Es wäre auch möglich, dass man den Stempelzusatz falsch interpretierte und sich etwas in Preußen zurecht zimmerte. Ich fürchte, wir werden das, so schön es wäre, nicht mehr klären können.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

85

Thursday, February 23rd 2017, 8:32pm

Neustadt a.d.Haardt - Tarare 11.09.1855

Hallo Sammlerfreunde,

eine Schönheit ist der Beleg anbei ja nun nicht, andererseits weist er einige außergewöhnliche Merkmale auf, die ihn immerhin ein bischen interessanter machen. So zunächst die oben links angebrachte 12 Kr-Frankatur, davon die Mi-Nr. 2IIb mit dem PFII, die Mi-Nr. 5d mit einem Oberrandstück, das man auf die Rückseite gefaltet und die beiden Werte trotz ausreichend Platz auf dem Brief übereinander geklebt mit nicht auf den Brief übergehenden Abschlägen des gMR 236 (1.Verteilung) vorfindet. Ging da wohl gerade ziemlich hastig zu. Inhalt ist grob gesagt ein Bewerbungsschreiben des 23-jährigen Studenten August Kuby aus Neustadt a.d.Haardt an die Baumwollfabrik Thivel-Michon in Tarare nahe Lyon im Département Rhône (Region Auvergne-Rhône-Alpes).

+ Gruß !

vom Pälzer
Pälzer has attached the following images:
  • Neustadt a.d.Haardt-Tarare 1855-09-11..jpg
  • Neustadt a.d.Haardt-Tarare 1855-09-11 Inhalt1.jpg
  • Neustadt a.d.Haardt-Tarare 1855-09-11 Inhalt2.jpg
  • Neustadt a.d.Haardt-Tarare 1855-09-11 rücks.jpg

  • "bayern klassisch" started this thread

Posts: 20,716

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

86

Thursday, February 23rd 2017, 9:00pm

Hallo Pälzer,

für mich ein attraktiver Brief - nicht häufige Kombination, "bessere" Farbe bei der Nr. 5, Laufweg über Forbach (via Homburg!), Gewicht bis 8,75g, 3 Kr. für Bayern, 9 Kr. intern als Weiterfranko an Frankreich bezahlt - das hat doch was (Sonderfranko nur aus der Pfalz, sonst 18 Kr. Franko mit halbscheidiger Aufteilung).
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

87

Thursday, February 23rd 2017, 9:13pm

für mich ein attraktiver Brief

...na gut :thumbsup:

+ Gruß !

vom Pälzer

hasselbert

Experte

Posts: 1,083

Location: Frankfurt am Main

  • Send private message

88

Thursday, February 23rd 2017, 10:37pm

Hallo zusammen,
hallo Tim,

und dann noch bei beiden Marken der rote Seidenfaden aus der Vorderseite. Nicht so selten, aber schön :thumbup: :thumbup:

Grüße aus Frankfurt
Heribert

89

Thursday, February 23rd 2017, 10:45pm

Hallo Heribert,

...also noch so`n Ding, das hatte ich noch gar nicht bemerkt, da braucht man ja bald `ne Betriebsanleitung. :thumbsup:

+ Gruß !

Tim

90

Friday, December 22nd 2017, 11:57am

Hallo Sammlerfreunde,

dieses Stück konnte ich an Land ziehen.

Scheinfeld - Straßburg vom 28.5.1858

Links unten befindet sich ein Stempel "FRANCO".

Dieser Stempel scheint allerdings nicht postalischer Herkunft zu sein?

Gruß
bayernjäger
bayernjäger has attached the following image:
  • img346 (3).jpg

91

Friday, December 22nd 2017, 5:23pm

Hallo Bayernjäger,

vorweg schönes Stück :!:

Zu Deiner Frage wegen des Franko Stempels, auch wenn er dem Holländischen Franko Stempel ähnelt würde ich hier einen privaten Stempel des (Firmen) Absenders vermuten... :)
Beste Grüsse von
Bayern Social



"Sammler sind glückliche Menschen"

92

Thursday, January 11th 2018, 2:20pm

Hallo Bayern Social,

vielen Dank für deine Einschätzung.
Nachdem der Stempel nahezu die gleiche Farbe wie der Absenderstempel hat, wird dieser wohl in der Tat privater Herkunft sein.

Gruß
bayernjäger

93

Tuesday, March 27th 2018, 10:38am

Hallo Sammlerfreunde,

manchmal ist eine jahrelange Suche von Erfolg gekrönt.

München - Paris vom 25.APR.1853, frankiert mit 6 xr (4 II1).
Handschriftlicher Vermerk "Boite reicht nicht".
Der Brief wurde als unfrankiert behandelt und in Frankreich mit 5 Decimes Porto belegt.
Die Anordnung Nr. 15.348 vom 1.6.1852 sah vor, dass bei den Auswechslungspostämtern eintreffende unterfrankierte Briefe als frankiert angesehen werden sollten. Dies wurde vermutlich verfügt, um eine Portoerhebung in Frankreich zu vermeiden, da es nach dem gültigen Vertrag entweder nur Franko- oder Portobriefe gab und eine Anrechnung der verklebten Marken somit nicht stattfand. Das fehlende Porto wurde allerdings den absendenden Postanstalten in Rechnung gestellt.
Lediglich im Briefkasten (Boite) vorgefundene unterfrankierte Briefe sollten, wenn der Absender nicht zu ermitteln war, als unfrankiert behandelt und dies (wie hier geschehen) auf dem Brief vermerkt werden.

Vielleicht kann jemand zum besseren Verständnis noch die dazugehörige Anordnung zeigen?

Gruß
bayernjäger
bayernjäger has attached the following images:
  • img439.jpg
  • img440.jpg

This post has been edited 1 times, last edit by "bayernjäger" (Mar 27th 2018, 12:50pm)


94

Saturday, March 31st 2018, 2:46pm

Hallo Sammlerfreunde,

ich habe etwas im Forum gestöbert und bin unter Sondertarif Bayern-Frankreich auf post 124 von Leitwege gestoßen.
Dort wurde ein fast identischer Brief mit einer 4I (Bild anbei) gezeigt. Es wurde im Verlauf der Diskussion auch die Vermutung geäußert, die 4I gehört nicht auf den Brief.
Zumindest kann man mit dem von mir gezeigten Brief davon ausgehen, dass man in München schon wusste, welche Vermerke bei unterfrankierten Briefen nach Frankreich angebracht werden mussten.
Diese Vermerke fehlen auf dem Brief mit der 4I. Sollte es wohl doch eine Montage sein?

Gruß
bayernjäger
bayernjäger has attached the following image:
  • frühe Markenverwendung Frankreich.jpg

  • "bayern klassisch" started this thread

Posts: 20,716

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

95

Saturday, March 31st 2018, 3:01pm

Hallo bayernjäger,

ich halte deinen Brief in jeder Hinsicht für echt.

Ich halte den jetzt gezeigten hinsichtlich der Verwendung einer 4I für nicht echt.

Aber es gibt einen klaren Unterschied zwischen beiden Briefen - nein, nicht die Marken, die konnte 1851 bzw. 1853 sowieso keiner unterscheiden, sondern dass erst zum 1.10.1851 überhaupt die Verwendung von Briefmarken in Bayern für Auslandsbriefe erstmals zugelassen waren (nur nach Frankreich bzw. über Frankreich).

Der Brief mit der 4I datiert VOR dem 1.10.1851, deiner DANACH.

Vor dem 1.10.1851 hatten Freimarken auf Briefen nach nach und über Frankreich keine Frankaturkraft. Wenn man sich meiner Argumentation anschließt, versteht man, warum deiner echt, der andere aber m. M. n. nicht echt sein kann, denn die Schreiberin des 4I Briefes war eine Französin. Woher hätte sie eine uralte 4I haben sollen, wenn sie an den Schalter geht, um ihren Brief nach Frankreich abzusenden? Die Hauptbriefpostexpedition Münchens hatte schon im Spätsommer des Vorjahres keine Erstausgaben mehr am Schalter und für eine imaginäre, französische Adlige hatten die sicher keine 4I mehr als ein Jahr lang zurückbehalten.

Umgekehrt hätte man ihr gesagt, dass sie keine Marke verkleben kann, denn diese wäre im Wert verfallen. Daher hätte man die Marke, so es sie überhaupt noch gegeben hätte, abgezupft und ersetzt, wenn sie dabei zu Schaden gekommen wäre. In jedem Fall aber hätte man "ungiltig" oder "Marke gilt nicht" o. ä. notiert, um klar zu stellen, dass hier nichts angerechnet werden darf (denn umgekehrt gab es französische Briefe mit Marken, die in ganz Deutschland akzeptiert wurden!).

Also bleibe ich dabei: Diese 4I hat einer billig gekauft (50 Euro), dazu einen noch billigeren Portobrief 5 Decimes (kostet ca. 10 - 15 Euro von München) und - voilà, schon wollte man 15k Euro oder 30k DM oder einen vergleichbaren Betrag damals glaube ich von einem Dummen, der ich nicht wurde, obwohl mich der Brief sehr interssiert hatte.

Seitdem er bei Köhler nicht verkauft (?) wurde, tauchte er auch nicht mehr auf. Der Besitzer wird wissen, warum und das begleitende Attest vergessen wir besser ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"