You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Forum für Postgeschichte und Markenfreu(n)de. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

41

Monday, December 15th 2014, 4:25pm

Hallo Pälzer und bayern klassich

Danke für die Antworte.

2. Gewichtsstufe darf es nicht sein, weil der Brief in 5 Gewichtsstufe lag.

1. Gewichtsstufe = bis 7 Gram = 17 Dec
2. Gewichtsstufe = 7 bis 10 Gram = 18 Decimes
3. Gewichtsstufe = 10 bis 15 Gram = 25,5 Decimes
4. Gewichtsstufe = 15 bis 20 Gram = 34 Decimes
5. Gewichtsstufe = 20 bis 25 Gram = 42,5 Decimes

Die von mir genannte 15-20 Gram war falsch, es ist 20-25 Gram. Und dann passt ja auch 1 1/2 Loth besser.

Besten Dank

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

42

Monday, August 24th 2015, 8:58am

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu folgender Brief:
Portobrief aus Hamburg (Freie - und Hansestadt)
nach Brügge (zu Frankreich, später Belgien) vom
15. Januar 1802. Porto 6 Decimes ?
Aufgabestempel in rot "H" im Kreis. Im Feuser -
Vorphilakatalog ist ein solcher nicht verzeichnet.

Beste Grüße von VorphilaBayern
VorphilaBayern has attached the following images:
  • Hamburg-Brügge.1802.01.jpg
  • Hamburg-Brügge.1802.02.jpg
  • Hamburg-Brügge.1802.03.jpg

Posts: 21,060

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

43

Monday, August 24th 2015, 10:17am

Lieber VorphilaBayern,

der H - Stempel hieß "Hollande" und kam in Antwerpen auf den Brief (van der Linden Nr. 1673, ab 1792 bekannt). Wertet ca. 50 Euro ...

Brügges Währung waren die Stuiver.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

44

Monday, August 24th 2015, 11:12am

Hallo VorphilaBayern

Der Brief war sicher nicht in Hamburg zur Post gebarcht. Welcher Aufgabestadt es mit 6 Decimes sein konnte bin ich nicht sicher, aber es konnte Amsterdam sein. Ich schreibe hier besusst Decimes weil Brügge und die belgische Gebiete seit viele Jahre französisch war.

Viele Grüsse, Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,060

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

45

Monday, August 24th 2015, 12:10pm

Hallo Nils,

nach meinen Unterlagen müssten Antwerpen und Brügge um diese Zeit die gleichen Währungen besessen haben - und das waren Stuiver nach Janssen.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

46

Monday, August 24th 2015, 2:54pm

Hallo bayern klassisch

Ich finde Jansen sehr schwer zu verstehen.

U.a. schreibt er das zB Liege und Luxembourg schon in 1796 in Cenimes, Descimes und Francs rechnete. Darf das wahr sein?
Gent rechnete in der 90-er Jahren in Solls.

Ob Antwerpen und Brügge in 1802 immer noch in Stuiver gerechnet hat finde ich schon möglich, aber auch wohl etwas aussergewöhnlich nachdem die beiden Städte schon 7 Jahre französisch waren.

Anderseits waren Stuiver und Decimes gleichwertig in 1814 vielleicht auch in 1802 so dass man die beiden um einander benutzen konnte. Aber als staatliche Postgeld in Frankreich?

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,060

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

47

Monday, August 24th 2015, 3:25pm

Hallo Nils,

die dortigen Verhältnisse kenne ich nicht gut genug, um Janssen zu widersprechen (oder dir). :thumbsup:

Aber in der Pfalz ging die Parallelwährung Gulden ja die ganze französische Zeit über um - das war auch sehr lange ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

48

Monday, August 24th 2015, 4:04pm

Hallo bayern klassisch

Nach dem Buch "De brievenpostereij in Staats-Flandern" von Kees de Baar war den Übergang zu Decimes den 22. März 1800. Und dass die Vermerke in Solls noch etwas fortgedauert hat aber nur in April 1800.

Ich denke schon auch dass viele Währung benutzt waren wenn man die Gebühre bezahlen sollte. So schnell ging es ja nicht bei Währungswechsel. Und generell war es sehr viele Währungen in Umlauf so dass man auch keine Probleme etwas zu bezahlen wenn die richtige Währungen gerade dieser Tag nicht im Geldbeutel war. Alle hatte ja nicht plötzlich Decimes bei sich den 22. März.

Zu die Pfälzer Verhältnisse kann ich wenig sagen. Aber du meinst dass man auf Briefe nach Landau zwei mögliche Währungen vermerkt finden kann?

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,060

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

49

Monday, August 24th 2015, 4:15pm

Hallo Nils,

Landau ist kein gutes Beispiel, weil es eine französische Stadt war und damit eine Ausnahme für die Pfalz.

Aber es gibt Briefe mit 2 Währungen - ganz klar.

Auf der anderen Seite gab es auch Wünsche der Kantonsboten noch in den 1830er Jahren, dass sie ihr Geld in Francs und Decimes bekommen wollen ...

Die Bevölkerung währungstechnisch umzustellen, dürfte damals viele Jahre gedauert haben - es gab ja praktisch keine Banken, die das hätten machen können.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

50

Monday, August 24th 2015, 6:36pm

Hallo bayern klassisch

Ja, Landau war ein schlechter Beispiel. Sollte eher Speyer nenne ;)

Weiss du oder anderen hier ob es Beispiele hier im Forum gibt? Pälzer kennt es vielleicht?

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 21,060

Location: Südhessen

Occupation: Privatier

  • Send private message

51

Monday, August 24th 2015, 7:38pm

Hallo Nils,

@Pälzer hat viel, aber Altbriefe aus der Pfalz hat er glaube ich nur wenige.

Am ehesten könnte noch @HOS etwas haben hier - meine sind großteils verkauft.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Posts: 1,113

Location: Gibraltar des Norden

Occupation: Banker

  • Send private message

52

Monday, August 24th 2015, 10:05pm

U.a. schreibt er das zB Liege und Luxembourg schon in 1796 in Cenimes, Descimes und Francs rechnete. Darf das wahr sein?
ja für Luxemburg, meine Quellen besagen dass Frankreich 1795 seinen Franc bei uns eingeführt hat .

P.S hier noch meine Quelle : les monnaies luxembourgeoises, Raymond Weiller, 1997

Phila-Gruß

Lulu

This post has been edited 2 times, last edit by "Zockerpeppi" (Aug 25th 2015, 4:18pm)


53

Tuesday, August 25th 2015, 7:43am

Hallo Lulu

Meine Quellen sagen dass Frankreich in 1795 den Franc eingeführt hatte. Als postalische Währung aber einige Jahre später. Die Frage ist dann ob den Währungswechsel in Luxemburg und Liege auch für die Post gültig war oder nicht, ist ja absolut möglich.

Viele Grüsse, Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 1,113

Location: Gibraltar des Norden

Occupation: Banker

  • Send private message

54

Tuesday, August 25th 2015, 4:06pm

zu Post [52] Quelle und scann eingefügt


@ Bayern Nils [53]

ich habe die Antwort , muss aber noch aus dem Französischen ins Deutsche übersetzen ( folgt später , habe heute Abend keine Zeit )

hier schon mal das Stichdatum für die Regulierung bei der Post 29.11.1796 und der Scann aus dem Buch Histoire des postes, des Télégraphes et téléphones. J.P.Reis - Inspecteur des postes, Luxembourg 31.12.1897

Zockerpeppi has attached the following image:
  • img130.jpg
Phila-Gruß

Lulu

This post has been edited 4 times, last edit by "Zockerpeppi" (Aug 25th 2015, 4:22pm)


Posts: 1,113

Location: Gibraltar des Norden

Occupation: Banker

  • Send private message

55

Wednesday, August 26th 2015, 8:22pm

wie versprochen , hier die Erklärung auf deutsch

Die französischen Tarife wurden nicht sofort in den neu gewonnenen Départements eingeführt. Dies hatte zur Folge dass in den neuen Depts Briefe aus den alten Depts kommend auf einem anderen Fuss taxiert wurden als solche in umgekehrter Richtung, sehr zum Nachteil der Franzosen welche sich in den neuen Depts ansiedelten. Hinzu kam noch dass das Wälderdepartement durch die Währungsanpassung ganz besonders benachteiligt war.

Beispiel: ein Brief taxiert zu 6 französischen sols wurde mit 6 Luxbg sols berechnet, welche aber einen Wert von 10 franz. sols hatten. Um dieser Ungerechtigkeit Einhalt zugebieten, wurde per Gesetz vom 9 frimaire an V, die französischen Tarife auch in den neuen Depts eingeführt. Zudem wurden die Taxen nicht mehr in Luxemburger Währung einkassiert sondern in französischer.
Phila-Gruß

Lulu

This post has been edited 1 times, last edit by "Zockerpeppi" (Aug 26th 2015, 8:33pm)


56

Wednesday, August 26th 2015, 8:29pm

Hallo Lulu

Danke für die Mühe :)

Zu Datum: 8 frimaire an V ist gleich 28.11.1796 und dann wohl per 29.11. angefangen wie du schreibst.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Posts: 1,113

Location: Gibraltar des Norden

Occupation: Banker

  • Send private message

57

Wednesday, August 26th 2015, 8:33pm

nein Tippfehler! habe verbessert
Phila-Gruß

Lulu

58

Sunday, January 17th 2016, 8:26pm

Hallo Freunde

Die Scanns von wvw1952 (Post 34-35) hat mich viel geholfen die Taxierung bei diese zwei Briefe zu verstehen. Ohne waren alle Gebühre nicht zu verstehen und die bestätigen ja auch dass die Gebühre auch ab und zu nach Gross und halben Gross gerechnet war.

Beide Briefe gehen von Hamburg nach Bordeaux:

Der erste Brief ist in 1789 abgeschickt und kostete der Empfänger 42 Solls. Ein einfacher Brief nach Bordeaux kostet 34 Solls und ein doppelter kostete 62 Solls. Also war es etwas dazwischen wenn der Brief den Empfänger 42 Solls gekostet hat. Die Gebühre per Once nach Bordeaux war 136 Solls, und in der Once war es 8 Gross oder 16 Halben Gross. Es heisst dass der Brief nach den Gewicht von 5/16 Once (5 x 1/2 Gross) gerechnet war und somit 42,5 Solls kosten sollte, abgerundet 42 Solls.

Der zweite Brief folgt gleiches Muster. Diesmal in 1799 geschickt und der kostet der Empfänger 51 Solls.
Wenn wir wieder mal die Once nehmen und die 136 Solls in 8 Gross teilen, haben wir 17 Solls per Gross. Und 3 mal 17 Solls macht 51 Solls.

Viele Grüsse
Nils
Bayern-Nils has attached the following images:
  • Hamburg-Bordeaux 25.9.1789.jpg
  • Hamburg-Bordeaux 6.9.1799.jpg
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.