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1

Tuesday, January 25th 2011, 7:03pm

Preussen-Österreich

Hallo Sammlerfreunde

Ich möchte gern ein Brief vorstellen der von Breslau 9. Juni 1856 nach Wien abgeschickt war. Der Brief ist 10. Juni angekommen, und schon derselbe Tag ist der Brief weiter nach Baden in Österreich weitergeschickt. Die Auslieferung in Wien war nicht gelungen, so dass es kein extra Gebühren dazu kam. Und schon derselbe Tag war der Brief in Baden gelandet. Das nennt man schnell. :)

Viele Grüsse
Nils
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Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Michael

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2

Tuesday, January 25th 2011, 8:02pm

Hallo Nils,

Glückwunsch zu dem Prachtstück.
Bei dem rückseitigen Ausgabestempel von Wien hätte ich eigentlich erwartet, dass der Brief als zugestellt gilt.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

3

Tuesday, January 25th 2011, 9:05pm

Hallo Michael

Danke für die Antwort.

Ich denke nicht dass der Ausgabestempel eine Zustellung bedeutete. Der Briefträger hatte kein Ausgabestempel bei sich, gestempelt war es im Postamt gemacht. Entweder hat der Empfänger schon vorher Bescheid bei Postamt gesagt, oder der Briefträger hat es auf die Runde erfahren können. Ich nehme an dass der Empfänger schon Bescheid gesagt hatte, weil der Brief so schnell weiter lief.

Viele Grüsse
Nils
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peterhz

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4

Tuesday, February 1st 2011, 8:10pm

Hallo Nils,

toller Brief mit schönen Stempel.
Eine Frage noch? Musste nicht für die Nachsendestrecke ein zusätzliches Porto bezahlt werden?

schönen Gruss
Peter
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5

Tuesday, February 1st 2011, 8:28pm

Die Auslieferung in Wien war nicht gelungen, so dass es kein extra Gebühren dazu kam.
Hallo Peter

Wie ich schon mal geschrieben habe.
Es war nur wenn der Empfänger den Brief angenommen hatte und danach weiterschicken wollte, dass es noch etwas zukam.

Ein Schein lässt sich auch sehen.
Danke fürs Zeigen.

Viele Grüsse
Nils
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peterhz

Experte

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6

Tuesday, February 1st 2011, 9:28pm

Hallo Nils,

Danke für Deine Antwort, mal wieder zu schnell gelesen ?( ?(

7

Tuesday, February 1st 2011, 9:49pm

Hallo Peter

Machen wir alle ;)

Viele Grüsse
Nils
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8

Tuesday, February 1st 2011, 10:25pm

Hallo Nils,

dein Brief zeigt noch eine österreichische Besonderheit, die es so sonst nirgends im Postvereinsverkehr gab: Bei "Abzugsbriefen", also nicht zustellbaren Briefen, bei denen man aber den neuen Zielort kannte, wurde neben oder auf der Marke der Stempel des Ortes abgeschlagen, bei dem die Zustellung nicht erfolgen konnte.

Da Wien ihn hier nicht zustellen konnte, drückte man neben der Marke seinen Aufgabestempel ab. Nur wenn die Strecke von Aufgabepost zur 1. Abgabepost z. B. unter 20 Meilen gewesen wäre, der neue Abgabeort aber von der 1. Aufgabepost über 20 Meilen entfernt gewesen wäre, hätte man nachtaxieren müssen (mit noch 3 Kr. CM). Da der Brief aber mit 3 Sgr. für Entfernungen über 20 Meilen im Postverein korrekt frankiert worden war, war die Nachsendung innerhalb des Postvereins in den 3 Sgr. bereits enthalten.

Ein paar bayerische Briefe gibt es, die diesen modus austriaci auch zeigen ... ;)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

This post has been edited 1 times, last edit by "bayern klassisch" (Feb 2nd 2011, 9:33am)


9

Wednesday, February 2nd 2011, 9:05am

Nur wenn die Strecke von Aufgabepost zur 1. Abgabepost z. B. unter 20 Meilen gewesen wäre, der neue Abgabeort aber von der 1. Aufgabepost über 20 Meilen entfernt gewesen wäre, hätte man nachtaxieren müssen. Da der Brief aber mit 3 Sgr. für Entfernungen über 20 Meilen im Postverein korrekt frankiert worden war, war die Nachsendung innerhalb des Postvereins in den 3 Sgr. bereits enthalten.
Hallo bayern klassisch

Deine hier beschriebenen Vorfahre war wohl in Postverein allgemein?


Es ist wohl nur was du im ersten Abschnitt schreibst, der einen österreichischen Besonderheit ist:
dein Brief zeigt noch eine österreichische Besonderheit, die es so sonst nirgends im Postvereinsverkehr gab: Bei "Abzugsbriefen", also nicht zustellbaren Briefen, bei denen man aber den neuen Zielort kannte, wurde neben oder auf der Marke der Stempel des Ortes abgeschlagen, bei dem die Zustellung nicht erfolgen konnte.
Viele Grüsse
Nils
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10

Wednesday, February 2nd 2011, 9:32am

Hallo Nils,

ja, das 1. galt im ganzen Postverein und das 2. war eine österreichische Spezialität.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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11

Wednesday, February 2nd 2011, 10:16am

Hallo bayern klassisch

Danke für deine Bestätigung :)

Viele Grüsse
Nils
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Michael

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12

Sunday, March 13th 2011, 6:17pm

Bodenbach

Liebe Sammlerfreunde,

anbei 2 Briefe vom preußischen Postamt in Bremen nach Tetschen a.d. Elbe.
Die Briefe stammen aus den Jahren 1866 und 1867. Tetschen liegt an der Elbe gegenüber Bodenbach.
In Bodenbach war ein wichtiges Austausch-Postamt - die Bahnlinie aus Dresden kam hier an - dessen Stempel sich auch auf einem der beiden Briefe findet. (Warum nicht auf dem zweiten ?)

Nun bin ich in dem Grossen Lexikon der Philatelie von Bungerz auf folgende Passage gestoßen:
Grenzpostämter wurden von Preußen, teilweise auch vom Norddeutschen Postbezirk und vom Deutschen Reiche unterhalten; sie nahmen für den preußischen usw. Verwaltungsbezirk bestimmte Wertbriefe, Pakete und Wertpakete zur Beförderung an und bedienten sich teilweise der preußischen usw. Marken; meist wurde jedoch Barfrankierung angewandt. Es bestanden G. in ... Österreich (Bodenbach in Böhmen). ...

Bei Münzberg habe ich hierzu nichts gefunden. Weiß jemand etwas über ein preußisches Grenzpostamt in Bodenbach ?

Viele Grüße
Michael
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Preußen mit Transiten

13

Sunday, March 13th 2011, 9:14pm

Bei Münzberg habe ich hierzu nichts gefunden. Weiß jemand etwas über ein preußisches Grenzpostamt in Bodenbach ?
Hallo Michael,

der Nachweis, daß es etwas nicht gegeben hat, ist zwar aus Gründen der Logik nicht zu erbringen, für wahrscheinlich halte ich ein solches preußisches Grenzpostamt in Bodenbach aber nicht.

Dagegen gab es dort ein sächsisches Postamt. Es hatte die Aufgabe, die über Sachsen laufenden Sendungen auf der Strecke Dresden - Prag zu bearbeiten und mit dem österreichischen Postamt zu wechseln. Während das österreichische Postamt recht konsequent siegelseitig seinen Stempel anbrachte, verfügte das sächsische lediglich über einen Entwertungsstempel (NG 112), der den Zweck hatte, die Francomarken der beim Schaffnercours blosgehend eingelieferten Sendungen entwerten zu können.

Beste Grüße

Altsax

Michael

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14

Monday, March 14th 2011, 6:28pm

Bodenbach

Hallo Altsax,

interessante Informationen zu dem sächsischen Postamt, danke.

Ich hatte es nicht explizit ausgeführt, aber aus den genannten Beförderungsstücken ergibt sich, dass in Bodenbach ein preußisches Postamt für die Fahrpost gewesen sein soll.
Derartige Fahrpostämter im Ausland gab es verschiedentlich, u.a. in den Niederlanden (Venlo, Roermond u.w.). Die offiziellen Verlautbarungen der preußischen Post sind hier recht dürftig. Belege zu nachweislich existenten Ämtern, wie in Venlo, sind trotzdem recht selten.

Selber bin ich auch nicht von der Existenz eines preußischen Fahrpostamts überzeugt, da z.B. die niederländischen Pendants in früherer Zeit (müßte noch mal nachschauen, aber erinnerungsmäßig ca. 20iger Jahre) gegründet wurden und Bodenbach erst mit Vollendung der - von Dresden kommenden - Eisenbahnlinie größere Bedeutung für den Postaustausch erlangte (oder irre ich hier ?).

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

15

Sunday, August 7th 2011, 2:50pm

Portoreduktion durch den DÖPV

Ich lege zwei Briefe bei, die eine Portoreduktion durch den DÖPV von 7 3/4 Sgr (vor dem 1.7.1850, Vertrag Österreich - Preußen 1844) auf 4 Sgr (DÖPV) zeigen.
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16

Sunday, August 7th 2011, 3:00pm

Hallo hk1190,

eine wunderschöne Seite mit perfekter Erklärung - vielen Dank dafür. :)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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17

Sunday, August 7th 2011, 3:31pm

...noch 2 Belege

Liebe Sammelfreunde

dann zeige ich mal noch zwei Briefe:
Der erste ist vom 13.03.1852 und lief als Portobrief nach Steyr. 12 Kreuzer waren für einen einfachen Brief über 20 Meilen incl. 3 Kreuzer Zuschlag vom Empfänger zu zahlen.
Siegelseitig ist zweimal der Streckenstempel Magdeburg-Leipzig abgeschlagen, wobei der obere wahrscheinlich noch die I. Tour anzeigt, jedoch die II. Tour richtig sein wird.

Der zweite ein bar bezahlter 1/2 Loth schwere eingeschriebener Brief vom 03.08.1853 an gleichen Empfänger. 3 Sgr waren für den Brief + 2 Sgr die Rekommationsgebühr = 5 Sgr vom Absender zu zahlen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
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18

Saturday, November 26th 2011, 9:27am

Liebe Freunde,

hier ein simpler Postvereinsbrief aus Saarbrücken vom 4.6.1867 nach Triest. Siegelseitig ist nur der Ankunftsstempel vom 7.6.1867 zu sehen, weswegen ich auf eine geschlossene Leitung über (noch) Taxis und Bayern tippe.



Leider sind die Laufwege dieser späten Briefe über größere Entfernungen mit das komplizierteste, was die PO zu bieten hat, wenn man es überhaupt einmal herausfinden kann.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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19

Thursday, May 10th 2012, 8:29pm

Hallo Freunde

Ich konnte dieser Brief liegen lassen wenn ich das Angebot bekam. Fast Gratis und die Stempel zeigen den Laufweg fast komplett. :) :)
Tut mir leid Michael, dass du dieser Brief nicht kaufen konnte.

Aus Elberfeld nach Trento lief dieser Brief in September 1853 über die Bahnstrecken Minden-Deutz, Deutz-Minden, Minden-Berlin, Magdeburg-Leipzig und weiter nach Hof mit Bahn nach Kempten. Dann weiter nach Füssen und Reutte und der Trienter Ankuftstempel.

http://www.iegmaps.de/mapsp/mape852d.htm


Warum Deutz-Minden zweimal benutzt war, wage ich nicht zu beantworten.

Viele Grüsse
Nils
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20

Thursday, May 10th 2012, 8:42pm

Hallo Nils,

ein toller Brief - ich glaube, dass es einmal Tour I und Tour II war, welche man gestempelt hat, bin aber nicht sicher.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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