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Roda127

Experte

  • "Roda127" started this thread

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1

Saturday, May 19th 2018, 7:26pm

Sachsen - Spanien

Hallo zusammen,

folgendes Briefchen konnte ich kürzlich für meine Heimatsammlung auf einer Auktion erwerben und möchte ihn Euch gerne zeigen.

Brief vom 31.8.1866 von RODA (Sachsen) nach San Sebastian in Spanien.
Frankiert wurde der Brief mit 2 mal Michel Nr. 19a im waagerechten Paar. Die Entwertung der Marken erfolgte mit dem sächsischen Nummernstempel 127. Der Ortsstempel ist vom 31.8.66; wobei hier der Monat nicht eindeutig erkennbar ist, aber durch die anderen abgeschlagenen Stempel eindeutig wird.
Auf der Briefvorderseite
oben mittig der Absender - Leitvermerk: via Baden und Frankreich
rechts oben der Gewichtsvermerk: 17/20 Loth
unten mittig neben den Marken ein Weiterfrankovermerk: Wf7
neben dem Aufgabestempel von Roda der franz. Eingangsstempel: BADE STRASBOURG 2 SEPT.66
weiterhin ein spanischer Portostempel: 8R
sowie franz. Francostempel: PD
rückseitig der Coursstempel der Badischen Bahnpost: Heidelberg - Basel 1.SEP 66


Die korrekt frankierte Taxe betrug 3 Ngr. Vereinsgebühr pro Loth und 3,5 Ngr. pro 9/20 Loth bis zur französisch - spanischen Grenze. Der Fremdanteil fiel doppelt an, weil der Brief 17/20 Loth wog. Die mit Taxstempel vermerktem 8 Reales spanisches Porto wurden vom Empfänger erhoben.


Der Adressat ist der königlich preußische Gesandte am spanischen Hof, Georg Freiherr (ab 1878 Graf) von Werthern (1816 - 1895).


Üblicherweise wurde Spanienkorrespondenz aus Sachsen über Preußen oder Frankfurt / Main (Taxis) geleitet. wahrscheinlich aus Gründen einer schnelleren Bahnverbindung änderte die Post den Speditionsweg und dirigierte den Brief über die badische Bahnpost Heidelberg - Basel nach Straßburg. Das war wegen der Tarifgleichheit mit Leitung über die taxissche Post möglich.


Wer kann mir den rückseitigen handschriftlichen Vermerk deuten / lesen.


Über den Adressat demnächst noch etwas.


Viele Grüße Roda127
Roda127 has attached the following images:
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2

Saturday, May 19th 2018, 8:49pm

Hallo,

ein schöner Brief - hinten stehen in französischer Schrift "35".

Ich halte es für möglich, dass die Leitung noch immer kriegsbedingt war und die geschlagenen Sachsen sich nicht mehr der preussischen Post bedienen wollten.
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"