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Monday, May 21st 2018, 7:38pm

Braunschweig - Schweiz

Hallo Sammlerfreunde,

ich zeige einen Vorvertragsbrief vom August 1852, bei dem ich bei der Beschreibung unsicher bin. Links unten sind 9 Kr für den Postverein notiert und darunter in Rötel 10 Rappen für die Schweiz. Einige norddeutsche Staaten notierten die bar kassierte Gebühr auf der Adress-Seite. Ich vermute daher, der Absender hat die 9 Kr bar bezahlt = Taxe bis zur Grenze. Sollte dann aber nicht ein "franko Grenze" notiert sein? Wenn dagegen der Empfänger alles zu zahlen hatte, dann müsste doch die Gesamtgebühr von 40 Rappen angeschrieben sein. Was meinen die Experten?

Viele Grüsse
Bruno
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2

Monday, May 21st 2018, 7:57pm

Hallo Bruno,

kannst du den Brief mal so falten, wie er damals gefaltet worden war?

Siehst du, ob die blaue Tinte vorne über der roten liegt?

Die rote Tinte ist todsicher von Frankfurt am Main - ebenso wie der kaum leserliche Stempel hinten in schwarz.

Ist der Inhalt sicher aus 1852?

Ich harre mal deiner Antworten, auch wenn ich danach nicht unbedingt wissen werde, wie er zu beschreiben sein wird ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

3

Monday, May 21st 2018, 8:30pm

Hallo Ralph,

innen ist der Brief nicht beschrieben. Ich habe ihn mal ganz gescannt. Die blaue Tinte scheint vor der roten zu liegen, wie du vermutet hast.

Viele Grüsse
Bruno
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4

Monday, May 21st 2018, 8:41pm

Hallo Bruno,

ich fürchte, dass die rote Frankfurter Tinte a) verblasst und b) nicht vollständig zu sehen ist.

M. E. ist es ein Portobrief, für den Taxis 9 Kreuzer = 2 1/4 Gutegroschen an Braunschweig zu vergüten hatte.

Taxis selbst hatte ihn im geschlossenen Transit über Baden geleitet - weil sonst kein Basel - Stempel zu sehen wäre. Wegen des o. g. Tintenproblems weiß ich nicht, wie viel Taxis bekommen hatte.

Wenn ich vorne unten in rot 20 lese, wären das 20 Kreuzer: 9 an Braunschweig, 9 an Taxis und 2 für die Schweiz bis 10 Wegstunden.

Aber ich bin kein Experte, von daher wäre es gut möglich, dass einer mich gänzlich widerlegt.
Liebe Grüsse vom Ralph

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Monday, May 21st 2018, 8:56pm

Hallo Ralph,
danke für deine Erklärungen. Ich hatte auch erst 20 gelesen, konnte mir die aber überhaupt nicht erklären.
Ich werde deine Beschreibung übernehmen. Vielleicht findet sich ja irgendwann mal ein vergleichbares Stück.
Dürfte aber etwas dauern, Briefe aus Braunschweig in die Schweiz aus dieser Zeit sind nicht gerade Massenware.
Viele Grüsse,
Bruno

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6

Monday, May 21st 2018, 9:00pm

Hallo Bruno,

mein kleines Gehirn kennt keine 10 Briefe aus den 1850er Jahre von Braunschweig in die Schweiz (es wird aber doch viel mehr gegeben haben). :thumbup:

Hier geht es um die Zeit zwischen der Verstaatlichung der Schweizerpost am 1.1.1849 und dem 1. großen Postvertrag mit Postvereinsstaaten von 1852 und das ist zwar theoretisch ein ganz schön langer Zeitraum, aber wenn man so etwas von Braunschweig in die Schweiz sucht, wird es ganz schön eng werden (selbst von Bayern aus laufen einem da die Briefe nicht in Scharen über den Weg!).

Von daher: Glückwunsch zu dieser Seltenheit und schlecht aussehen tut er ja auch nicht gerade - also alles richtig gemacht. :P :P
Liebe Grüsse vom Ralph

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