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Friday, August 10th 2018, 10:31am

Schrott - Nicht sammelfähig?

"Schrott - In meinen Augen nicht sammelfähig sind stark angeschnittene bzw. stark fehlerhafte Marken." - SEM Spezialkatalog Band I - S. 12

Hier stelle ich also Schrott (bezogen auf die Marken) und auch auf die Brieferhaltung vor. Warum: ich bin gerne "Schrottsammler, wie Altpapiersammler", weil es erstens solche Markenverschnitte sicherlich mehr gegeben haben wird, als heute noch vorhanden und zweites - bei Briefen - einen interessanten Inhalt hat.

Achtung :!: Wer seine Augen schonen will und um der "Schönheit" wegen, bitte nicht weiterlesen :thumbsup:

1. Schrottbrief




Dr. Fabri, seines Zeichens Kirchenrath usw., protestantischer Stadtpfarrer zu Würzburg informierte seinen Schwiegersohn Dr. Götz in Burgfarnbach, dass er und seine Frau nicht zur Taufe seiner Tochter kommen könne. Dr. Götz hatte erst im Januar 1854 geheiratet. Traurig an der Lebensgeschichte des Dr. Götz war, dass er bereits 1862 im blühenden Alter von 36 Jahren, 9 Monaten sanft und selig in seinem Herrn entschlief und seine liebe Frau (war die zweitältste Tochter des Krichenraths Fabri) und 4 unmündige Kinder verlassen musste (Todesursache Lungenentzündung). "Anfang des Jahres 1862 zerriss das Band glücklicher Ehe und dieselbe kehrte mit vier Kindern tiefgebeugt in des Vaters Haus zurück".
Dr. Friedrich Christoph Götz war "ein muskelkräftiger Mann und war immer voller Beweglichkeit und Leben".
2. Schrottbrief



"Liebe Kinder" - Brief von Dr. Fabri. Leider schwer zu lesen, seine Handschrift, aber zumindest doch eine schöne "Briefruine" :D



Luitpold

Über den Zeitgeist und das gesellschaftliche Verhältnis zwischen Mann und Frau (hier vielleicht auch beeinflusst durch den Beruf des Sohnes, ebenfalls Theolge? https://www.schweinfurtfuehrer.de/pers%C…edrich-fabri/): Aus Blätter der Erinnerung an den sel. Kirchenrath Dr. Fabri:


zu Krichenrath Dr. Fabri's Gattin: "Gott hatte ihm eine edle weibliche Natur, eine liebenswürdige Gattin, ein treues Mutterherz zur Seite gestellt". "Liegt die Aufgabe der Frauen wesentlich im häuslichen Kreise und ihr wahrer Werth in Treue und hingebende Liebe, mit der sie im stillen Kreise des Hauses als Gattin und Mutter zu wirken wissen ..."
"Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden werde." (Karl Jaspers. dt. Philosoph).

This post has been edited 4 times, last edit by "Luitpold" (Aug 11th 2018, 3:05pm)