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Klesammler

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1

Monday, December 17th 2018, 2:04am

GB - Thurn & Taxis

Hier ein kleines Briefchen, das am 25 MAY 1849 London passierte und am 26. 5. in Aachen einen schwarzen K2 aus ENGLAND per AACHEN erhielt. Zwei Tage später (28.5.) wurde der Brief am Zielort mit der ersten Tour ausgetragen.
Gerichtet war der Brief an

Madame A Dulcken
chez Mad. La Princesse de Wassilchidoff
(abzugeben im Hause des Herrn
Westerfield) in
Homburg v: d: Höhe
beij Frankfurt a/m
(Germany)

Ein Vorbesitzer hat dem Brief einen Zettel beigelegt, daß der undeutliche Stempel von Torquai als Aufgabeort stammen könnte. Das würde ich nicht lesen.
Rechts finden wir in brauner Tinte eine 6. Das entspricht der im Postvertrag vom 1.10.1846 mit Preußen vereinbarten Porto von 6 p. für einen einfachen Brief.
Mitten auf dem Brief sehen wir eine von Preußen mit blauer Tinte angebrachte Taxe von 11 3/4 Sgr. Entspricht das den 6 p. ?
Links oben gibt es eine schwache 41. Das ist wohl der Betrag in Kreuzern. Aber wie kommen wir zu den 47 rechts oben? Forderte T&T 6x für den Rest der Strecke?

Für mich also eine Menge Fragen. Was können unsere Experten beitragen?

Dieter
Klesammler has attached the following images:
  • aus England K2 1849-05-26 -1.jpg
  • aus England K2 1849-05-26 -2.jpg

This post has been edited 1 times, last edit by "Klesammler" (Dec 17th 2018, 10:58pm)


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2

Monday, December 17th 2018, 5:56am

Hallo Dieter,

Duchese streichen, Madame Dulcken setzen und deine Vermutungen stimmen m. E..

Ob Torquay stimmt? Keine Ahnung ...
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

3

Monday, December 17th 2018, 7:04pm

daß der undeutliche Stempel von Torquai als Aufgabeort stammen könnte.
Hallo Dieter

Torquay hatte zwar ein Einzeiler, aber ob der verschmierte Stempel diesen Stempel ist ist fast unmöglich zu sagen.
Für mich sieht den Stempel etwas zu breit aus, aber es kann ja sein dass es nur Stempelfarbe ist.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Klesammler

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4

Monday, December 17th 2018, 11:13pm

Hallo Ralph und Nils,

vielen Dank für eure Antworten. Lag ich also mit der Interpretation der Taxen richtig. 1 Penny also ungefähr 2 Sgr.; damit stellte also ein englisches Pfund (240 pence) einen ganz schönen Wert dar. (Ich kann mich entsinnen: 1970 entsprach 1 Pfd immerhin noch 12 DM).
Wenige Jahre später waren für Preußen - England für einen einfachen Brief 7 Sgr und dann nur noch 5 Sgr zu zahlen. Interessante Entwicklung. Leider gibt es die nicht mehr.

Dieter

5

Tuesday, December 18th 2018, 5:16am

Hallo Klesammler,

1 Sgr. entsprachen circa 1,2d. und die schwarze "6(d.)" sind der GB zustehende Anteil an diesem Portobrief. Für GB war dieser in der ersten Gewichtsstufe (bis 1/2 Unze). Die schwarze Zahl darunter ist eine "4(d.)", womit der Brief für Belgien in der zweiten Gewichtsstufe lag (1/4 bis 1/2 Unze). Beide Taxen hat GB angeschrieben und von Preußen erhalten und danach Belgien die 4d. vergütet. Preußen selber hat für einfache Briefe (bis 1/2 Unze) 4d. erhalten. In Summe also 1sh./2d., die den von Aachen angeschriebenen 11 3/4 Sgr. entsprechen. Deine Erklärung der Taxen in Kreuzern (11 3/4 Sgr. = 41 xr. + 6 xr. T&T Inland = 47 xr.) hört sich plausibel an, obwohl mir die Tarife von T&T nicht wirklich bekannt sind. Diese frühen Portobriefe vor DÖPV innerhalb des Postvertrages UK/PR 1846 haben etwas.

Viele Grüße von
nitram

Klesammler

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6

Tuesday, December 18th 2018, 6:01pm

Hallo nitram,

vielen Dank für deine Erklärungen. Die Umrechnung der Sgr. in xr erfolgte überschlagsmäßig. Und wie soll man von 41 xr auf 47 xr kommen? Ralph hatte jedenfalls an meiner Interpretation nichts auszusetzen.

beste Grüße

Dieter