You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Forum für Postgeschichte und Markenfreu(n)de. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

Klesammler

Experte

  • "Klesammler" started this thread

Posts: 1,137

Location: Kreis Kleve

Occupation: habe ich (noch)

  • Send private message

1

Wednesday, May 15th 2019, 4:20pm

einfache Belege

Hallo zusammen,

diesen Brief, der mir optisch gut gefiel, konnte ich günstig bekommen. Aufgegeben wurde der Brief am 16.Aug.(18 )20 im sächsischen FREIBERG. Gerichtet war war das Schreiben

An
Ein Königl Sächs Wohllöbl
Justiz-Amt
zu
Nossen

1 Tlr 7 gGr Postvorlage

Das entsprach 31 gGr. Da ich die Taxen von Sachsen nicht kenne, rate ich mal:
1½ gGr für Porto ins nahe Nossen und 2x ½ gGr Prokura = 33½ (gGr) in der unteren Rötel-Taxe.
Diese wurde gestrichen und 34 (gGr) angeschrieben. ½ gGr für die Zustellung?

Was sagen die Experten?

Dieter
Klesammler has attached the following images:
  • Freiberg R2 1820-08-16 -1.jpg
  • Freiberg R2 1820-08-16 -2.jpg
  • Freiberg R2 1820-08-16 -3.jpg

This post has been edited 2 times, last edit by "Klesammler" (May 15th 2019, 4:35pm)


BaD

Experte

Posts: 577

Location: Dresden

Occupation: Rentner

  • Send private message

2

Wednesday, May 15th 2019, 7:17pm

Hallo Dieter,
33 1/2 = 31 gGr Auslage plus 2 1/2 gGr pro Cura bzw Ablöse wie hier geschrieben.

34 gGr= plus das Porto von 1/2 gGr. Seit ca 1790 wurde auf vielen Postcoursen für eine Station ( Freiberg- Nossen war eine Station, Siebenlehn dazwischen wurde erst 1828 Poststation) das Porto für den einfachen Brief( Briefe mit Vorschuß waren einfache Briefe) auf 1/2 gGr. festgelegt. Dies ist ganz unterschiedlich pro Cours und wurde auch mal wieder gestrichen.
Nossen war nicht groß, da holte das Amt die Briefe meist selbst ab. Der Botenlohn bei beschwerten Briefen betrug 6 Pf., er wurde manchmal extra vermerkt.
Meist findet man ihn erst im Inhalt des Briefes, wenn der Empfänger seine Kosten notierte.
Anhang. 1797 wurde das Porto von Dresden nach Pirna, Radeberg und Pulsnitz entgegen der Postordnung halbiert, nur noch 1/2 gGr. für den einfachen Brief.

Solches macht dem Sammler die Klärung der Taxierung schwer, aber noch einfach gegenüber der Postordung 1824. Da gabe es von manchen Ort 3 verschiedene Taxierungsmöglichkeiten.
Beste Grüße Bernd
BaD has attached the following image:
  • IMG_20190515_0001.jpg

Klesammler

Experte

  • "Klesammler" started this thread

Posts: 1,137

Location: Kreis Kleve

Occupation: habe ich (noch)

  • Send private message

3

Thursday, May 16th 2019, 2:39am

Hallo Bernd,

wie kam man auf 2½ gGr Procura?
Deiner Beschreibung nach war das ja noch verwirrender als in Preußen vor dem Regulativ von 1824.

beste Grüße

Dieter

BaD

Experte

Posts: 577

Location: Dresden

Occupation: Rentner

  • Send private message

4

Thursday, May 16th 2019, 8:09pm

Hallo Dieter,
das pro Cura betrug 2 1/2 gGr., weil der Postmeister in Freiberg soviel haben wollte. Es war sein persönliches Geld, hatte mit einer Postordnung nichts zu tun.

Es sind bis 1841 in Sachsen keinerlei Regularien bekannt, wo die pro Cura irgendwie festgeschrieben wurde.
Von 1824 bis 1841 haben die hervorragenden Sachsenkenner Stefan und Sven Kolditz nur anhand von Belegen festgestellt, das Unterbehörden bei 1-5 Talern Vorschuß je Taler 2 Groschen pro cura zahlen mussten. Oberbehörden nur 1 Groschen. Bei Groschenbeträgen beim Vorschuß war offensichtlich, jeder Postmeister berechnete sie anders.
Beste Grüße Bernd

Similar threads