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Michael

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41

Monday, May 21st 2012, 6:13pm

Liebe Freunde,

da @bk gerade einen sehr schönen Postwechselbrief gezeigt hat - meinen Glückwunsch zu dem schönen Stück ! - möchte ich hier ebenfalls einen zeigen.
Er stammt aus dem Jahr 1865:



Er wurde mit 8 Schillingen - entsprechend 6 Sgr. - frankiert in einen Briefkasten geworfen und nach Entwertung der Marken durch die Stadtpost an das preußische Postamt übergeben (K2, gleiches Datum) und von dieser nach Russland spediert.
Auch hier findet sich die reduzierte Gesamttaxe von 6 Sgr. und das Weiterfranko an Russland von 3 Sgr.

Ich hoffe, die bewährten Hamburg-Spezialisten können meine Fragen zu den Stempeln klären:
- Handelt es sich bei dem Entwertungsstempel um den mittleren Vierstrichstempel ?
- Bei meinem Brief fehlt im Vergleich zu @bk's Brief der vorderseitige Stadtpoststempel ? Zufall oder Vorschrift ?

@bayern klassisch
Richtig, die Stadtpost wurde nicht von der preußischen Post übernommen. Sie ging direkt in die NDP auf.

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

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42

Monday, May 21st 2012, 6:36pm

Lieber Michael,

dagegen kann mein kleines Briefchen natürlich nicht anstinken - Postwechselbriefe nach Russland findet man nicht in der 1 - Euro - Kiste, richtig?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

Michael

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43

Monday, May 21st 2012, 7:49pm

Lieber bayern klassisch,

so gering würde ich deinen Brief nun nicht einordnen - nur weil meiner mehr Meilen gelaufen ist. ;)

Nein, in der Krabbelkiste findet man sowas nicht. Aber wenn eine Hamburg-Sammlung im süddeutschen Raum aufgelöst wird, haben auch kleine Preußen-Sammler mal eine Chance. 8)
(vierstellig war es trotzdem - einen ähnlichen Beleg aus der folgenden, deutlich kürzeren Vertragszeit, konnte ich deutlich günstiger einsammeln ...)
Angeblich gibt es nur 7 mit Hamburger Marken frankierte Belege nach Russland (so der Auktionator) - Hamburg-Kenner mögen dies korrigieren.

Viele Grüße
Michael
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44

Monday, May 21st 2012, 7:57pm

Lieber Michael,

wenn es 7 Briefe mit Hamburger Marken nach Russland gibt, dann darf es auch etwas kosten.

Wenn du einen anderen Knaller "günstig" einsammeln konntest, ist das doch um so besser. :)

Schöne Mehrländerbriefe kann man nicht genug haben.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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45

Monday, May 21st 2012, 8:40pm

Lieber bayern klassisch,

ich bin bei solchen Angaben von Auktionatoren nur immer etwas skeptisch.
Die einfache Formel je weniger Belege es gibt (geben soll), desto höher der Zuschlag (Provision) könnte da auch eine Rolle spielen.
Ohne dies jetzt dem Auktionator zu unterstellen, fände ich eine bestätigende/korrigierende Aussage entsprechender Sammler hilfreich.

@alle
Sind eigentlich die Vereinbarungen zwischen preußischer Post und der Hamburger Stadtpost im Wortlaut bekannt ?


Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

46

Friday, May 25th 2012, 3:28pm

Hallo Michael,

viele Grüße von der Bieterliste, dieser Brief gefiel auch mir, aber ich war viel zu "geizig".


Ich hoffe, die bewährten Hamburg-Spezialisten können meine Fragen zu den Stempeln klären:
- Handelt es sich bei dem Entwertungsstempel um den mittleren Vierstrichstempel ?
- Bei meinem Brief fehlt im Vergleich zu @bk's Brief der vorderseitige Stadtpoststempel ? Zufall oder Vorschrift ?

Es sollte der mittlere Vierstrichstempel sein, bei Müller-Mark habe ich folgende Angaben gefunden:
"...mittlerer Strichstempel 0,8 - 1,3 mm dick, dicker Strichstempel 1,7 - 2,2 mm dick."

Dass der Aufgabestempel des Stadtpostamtes nicht abgeschlagen ist sollte, meinen bescheidenen Beständen nach zu urteilen, normal sein. Wichtig war dem Stadtpostamt, dass "seine" Marken entwertet wurden. Ich habe "viele" Briefe, die nur siegelseitig den Briefkastenstempel und vorderseitig den Strichstempel haben.

Gruss

senziger
CONCORDIA DOMI, FORIS PAX

Michael

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47

Friday, May 25th 2012, 8:12pm

Hallo senziger,

danke für die Erläuterungen.

Sind dir die Original-Texte zwischen Stadtpost und preußischer Post bekannt ?

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

48

Friday, May 25th 2012, 10:45pm

Hallo Michael,

leider nicht, ich kann z.Z. nur auf Sekundärliteratur zurückgreifen, siehe z.B. Beitrag 23 und 32.

Gruss

senziger

ps. wenn du auch Los 3343 gewonnen hast, darfst du den Brief hier gerne zeigen ;)
CONCORDIA DOMI, FORIS PAX

This post has been edited 1 times, last edit by "senziger" (May 25th 2012, 10:56pm)


Michael

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49

Saturday, May 26th 2012, 10:44pm

Hallo senziger,

kann ich gerne machen:



Optisch ist er eigentlich der attraktivere von den beiden und zudem aus einer kürzeren Vertragsperiode.
Auch dieser Brief wurde aus einem städtischen Briefkasten entnommen, bei der Stadtpost entwertet und dann an das preußische Postamt weitergeleitet.
Die 6 Schillinge wurden in 4 Sgr. reduziert - die Taxe für Frankobriefe nach Russsland ab 13.1.1866.
Das Weiterfranko an Russland in Höhe von 2 Sgr. wurde mit W(eiter)f(ranco) 2 notiert.

Viele Grüße
Michael
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50

Sunday, May 27th 2012, 10:20am

Hallo Michael,

vielen Dank für das Zeigen dieser Seltenheiten. Ob es jetzt nur 7 solcher Briefe gibt oder einige mehr, ist meiner Meinung nach unerheblich, es wird wohl etwas dauern bis sich wieder eine Gelegenheit ergibt so einen Brief zu kaufen.

Dass du beide Briefe kaufen konntest ist natürlich die Krönung, da kann ich nur gratulieren, das ergibt eine perfekte Seite.

Gruss

senziger
CONCORDIA DOMI, FORIS PAX

51

Friday, June 29th 2012, 8:33pm

Landbestellung

Hallo,

nach den tollen Briefen, die Michael uns hier gezeigt hat, jetzt mal wieder etwas "Hausmannskost".

Ein Brief von Teterow in Mecklenburg/Schwerin nach Eimsbüttel bei Hamburg, das damals noch vor den Toren der Stadt lag. Der Brief wurde aufgegeben am 22.9. (zwischen 1855 und 1865), beim Mecklenburgischen Postamt in Hamburg am 23.9. dem Stadtpostamt zur Bestellung in den Landbezirk übergeben und vom Stadtpostamt mit der Fußpost am 24.9. in Eimsbüttel zugestellt. Es waren anscheinend zwei Versuche nötig um den Brief zuzustellen. Der Brief kostete den Absender 3 ß meckl. und den Empfänger 1 ß hamb..

Der Brief zeigt schön eine Eigenheit der Hamburger Post: Die fremden Postanstalten in Hamburg hatten auch die Bestellung ihrer Briefe übernommen und erhoben dafür unterschiedliche Gebühren. Aber am 18.7.1855 teilte Hamburg den fremden Postanstalten mit, dass die Landbestellung alleiniges Recht der Stadtpost sei, und verlangte die Einstellung der Landbestellung. Das zog natürlich Proteste nach sich, aber letztlich setzte sich Hamburg durch.

Gruss

senziger
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52

Thursday, October 11th 2012, 9:09pm

Hallo,


um hier auch mal wieder was schönes zu zeigen: ein Brief vom 23.6.1862 nach Bremen, dort am 24.6. 7-8 Uhr morgens angekommen. Der Brief ist mit 3 ß (Mi-Nr. 4) korrekt frankiert.

Gruß

senziger
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53

Thursday, October 11th 2012, 9:15pm

um hier auch mal wieder was schönes zu zeigen
Ja ohne Zweifel :) :) :)

Danke fürs Zeigen.

Viele GRüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

Michael

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54

Thursday, October 11th 2012, 10:33pm

Hallo senziger,

schlicht, aber sehr schön!
Da überlegt man doch, Hamburg zu sammeln ... :)

Viele Grüße
Michael
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55

Monday, October 15th 2012, 9:12pm

Hallo,

einen weiteren Brief nach Bremen kann ich noch zeigen: am 18.9.1867 nach Bremen gelaufen, frankiert mit der Nr. 15, ist der Brief diesmal ganz in blau: blaues Papier, blaue Marke, blaue Stempel.

Gruß

senziger
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56

Tuesday, October 16th 2012, 3:33pm

Hallo senziger,

Ton in Ton - was will der farborientierte Sammler mehr? Einfach harmonisch und schön.

Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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57

Monday, November 26th 2012, 9:18pm

Liebe Freunde,

ich möchte noch mal auf den Beitrag von @senziger in Post #1 zurückkommen, in dem er einen Portobrief nach Arnheim zeigt.
Etwas später zeigte senziger dann die Taxierung des zugrundeliegenden PVs:

Quoted

Vertrag von 1857:
...

Zu den Gebühren: Briefe "können nach Wahl der Aufgeber, sowohl unfrankirt als frankirt bis zum Bestimmungsorte versand werden."



Das Porto ist zusammengesetzt aus dem Vereinsporto von 3 Sgr. (= 15
cent) von Hamburg zum Grenzpostamt und dem niederländischen Anteil von 5
cent (= 1 Sgr.) nach Orten im ersten Rayon (bis 30 Meilen von den
Grenzpostämtern), bzw. 10 cent (= 2 Sgr.) für Orte im zweiten Rayon.



Bei dem Portobrief in Beitrag 1 habe ich die Taxierung nicht richtig gelesen :( , der Brief hat 20 cent gekostet.
Was ist dann mit dem folgenden Portobrief von 1863, der ebenfalls nach den Bedingungen dieses Postvertrags lief:



Ich meine hier 30 Cent zu lesen. ?(
Diese Taxe dürfte es auf Briefen aus Hamburg dann doch gar nicht geben ...

Viele Grüße
Michael
Preußen mit Transiten

58

Monday, November 26th 2012, 10:08pm

Hallo Michael,
Ich meine hier 30 Cent zu lesen. ?(
Diese Taxe dürfte es auf Briefen aus Hamburg dann doch gar nicht geben ...


Wenn du die Beiträge liest, siehst du, dass auch ich zunächst 30 Cent gesehen habe, aber nachdem ich die Verträge gelesen habe, habe ich geglaubt, dass es nur eine "gewöhnungsbedürftige" Schreibweise ist, wie z.B. bei den französischen Taxierungen. Die Verträge sind ja frei zugänglich und du kannst gerne prüfen, ob ich etwas übersehen oder falsch interpretiert habe.

Viele Grüße

senziger
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59

Monday, November 26th 2012, 10:19pm

Liebe Freunde,

auf dem Brief sind todsicher 30 Cents notiert worden - diese Paraphe kenne ich von zahlreichen deutschen Briefen aus dem Süden der Republik.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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Michael

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Monday, November 26th 2012, 10:25pm

Hallo senziger,

Entschuldige, falls ich mich mißverständlich ausgedrückt habe.
Ich wollte deine Ausführungen nicht anzweifeln, auf deinem Brief kann man auch eine "20" lesen. bei meinem Brief meine ich aber eine "30" zu lesen und weiß nun nicht, wie ich es interpretieren soll.
Einfach eine Fehltaxierung? Eine Gewichtsprogression passt auch nicht? ...

Gruß
Michael
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