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1870/71

Experte

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41

Monday, November 5th 2012, 8:01pm

Hallo liball,

besten Dank für deine ausführliche und nachvollziehbare Erklärung.

Noch eine Frage, warum bezahlte der Absender 5 hamburgische Schilling auf dem Hamburger Haupt-Postamt?

Gruß
1870/71

42

Monday, November 5th 2012, 8:19pm

Hallo 1870/71,

der Brief wurde zwar in Altona geschreiben, zur Post gegeben wurde er jedoch mit Sicherheit in Hamburg. Wäre der Brief in Altona, das zu dieser Zeit dänisch war, aufgegeben worden, wäre die Taxierung eine andere.

Grüsse von liball

43

Tuesday, November 6th 2012, 7:27am

Wäre der Brief in Altona, das zu dieser Zeit dänisch war, aufgegeben worden, wäre die Taxierung eine andere.
Hallo die Runde

Nicht nur das, man würde auch eine Kartierungsnummer finden rückseitig, wenn der Brief in Altona abgeschickt wäre.

Interessante Briefe :)
Danke fürs Zeigen.

Viele Grüsse
Nils
Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist in der Praxis grösser als in der Theorie.

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44

Saturday, November 24th 2012, 10:22am

Liebe Freunde,

am 18.12.1827 sandte man in Hamburg einen am 15.12. geschrieben, einfachen, bis 1/2 Loth schweren Brief nach Geldersheim bei Schweinfurt ab. Geldersheim - Schweinfurt war nur 5 km, aber wie der Brief dahin gekommen ist, weiß ich nicht, da es noch keine Landboten gab.

Der Absender war klamm und zahlte gar nichts. 22x setzte Taxis für den Transport über Frankfurt bis Aschaffenburg an, zu denen 3x bis Schweinfurt kamen, so dass die oben notierten 25x korrekt waren.

Der Empfänger des 17. Briefes dieser Korrespondenz war Johann Morteux, Spitalsverwalter in Geldersheim. Vlt. kann ein ortskundiger mehr zu diesem Empfänger sagen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
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Liebe Grüsse vom Ralph

Niemals bin ich weniger müßig, als in meinen Mußestunden. Und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin. Publius Cornelius Scipio "Africanus"

45

Tuesday, January 15th 2013, 5:28pm

Hamburg - Bayern 1807

Einen Brief aus der Zeit der bergischen Postverwaltung in Hamburg möchte ich zeigen.
Abgeschickt 20. Juli 1807 mit 8 Sh rückseitig bis Coburg frankiert. Von dort bis Nürnberg 12 kr. rhein.
Er trägt zudem den Fro Mühlhausen, den v.d.L. (Nr. 1559) Coburg unter dem Jahr 1809 Coburg zuordnen.
Den Frankoabsatz Coburg halte ich für sehr wichtig und interessant. er taucht 1816 wieder auf zusammen mit
dem kleinen Stempel "v.c." , der wohl als "von Coburg" zu lesen ist.

Hat jemand entsprechende Gegenstücke?
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46

Tuesday, January 15th 2013, 7:29pm

Lieber Achim,

ein toller Brief - wie nicht anders zu erwarten. Aber warum kostete er 12x von Coburg in das 12 Meilen entfernte Nürnberg? Lag er in der 2. oder 3. Gewichtsstufe?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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47

Wednesday, January 16th 2013, 8:54am

Lieber Ralph,
ich habe aufgehört, über die Gebühren der Reichspost und der taxisschen Postmeister nachzudenken. Da wird viel nach dem "Herkommen" und
"hat schon mein Grossvater so gemacht" taxiert.
Ich muss da mal ein paar Kostproben aus den Akten einstellen zum allgemeinen Vergnügen.
Liebe Gruesse Achim

PS: hat noch jemand solche Briefe?

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48

Wednesday, January 16th 2013, 9:18am

Lieber Achim,

Quoted

Ich muss da mal ein paar Kostproben aus den Akten einstellen zum allgemeinen Vergnügen.


das wäre klasse - Horizonterweiterung durch die Reichspost. :)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
Liebe Grüsse vom Ralph

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49

Thursday, January 17th 2013, 10:52am

Lieber Achim,

habe nur folgenden Brief aus Altona mit Stempel Hamburg über Eisenach nach Nürnberg vom 7. Mai 1808.

Beste Grüße von VorphilaBayern
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50

Thursday, January 17th 2013, 11:13am

Vielen Dank,
der Brief ist recht erhellend. Ebenfalls die Taxen 8 und 12 nur lustigerweise genau umgekehrt.
Ob wir das je auseinander bekommen, wie da an den einzelnen Tagen gearbeitet wurde?
Dank für den Baustein.

51

Friday, July 5th 2013, 10:59am

Lieber Achim,

Liebe Sammlerfreunde,

hierzu zwei weitere Briefe:

Hamburg nach Bozen (Kgr. Bayern) vom 4. Juni 1808.

Hamburg nach Mailand (Kgr. Italien) vom 11. Juli 1810.



Beste Grüße von VorphilaBayern
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52

Monday, September 23rd 2013, 1:06pm

Liebe Freunde,

ein Brief des preusischen Postamts in HH nach Ellingen vom 11.6.1842 zeigt siegelseitig eine 6 oder 9. Wenn es eine 6 ist, dann wäre diese in 5 Sgr. reduziert worden, welche vorne stehen und von Bayern in Nürnberg mit 18x in Auslage genommen wurden. Mit der Inlandstaxe von 8x ergab sich für den Empfänger ein Porto von 26x, die nicht angeschrieben wurden.

Eigentlich sollten nur Briefe in den Hofer Rayon von Hamburg aus via Preußen versandt werden - die anderen mit der TT - Post. Aber keine Regel ohne Ausnahme ...
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Liebe Grüsse vom Ralph

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53

Monday, September 23rd 2013, 3:09pm

Hallo bk,

das habe ich - mea culpa - nicht ganz verstanden:

Wenn es eine 6 ist, dann wäre diese in 5 Sgr. reduziert worden

Aus welchem Grund hätte die eigene Forderung reduziert werden müssen ? Vor allem in Korrektur der Siegelseite, wo das Porto ja eigentlich nicht anzuschreiben war. Ferner: Wer hat die 5 und die 6 eigentlich geschrieben ?

...die Destiantion dürfte ja schon zu den "etwas" seltenereren gehören...oder ?

+ Gruß !

vom Pälzer

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54

Monday, September 23rd 2013, 3:43pm

Hallo Pälzer,

im Fachjargon heißt/hieß "reduciren" nicht vermindern, sondern in eine andere Währung umrechnen. In Hamburg hatte man ja keine Silbergroschen von Preußen, sondern Hamburgische Schilling Courant. Daher musste man vermerken, was der Absender zu zahlen oder die Aufgabepost zu fordern hatte, dann musste Preußen die Währung Hamburgische Schilling Courant umrechnen in die eigene Währung, weil man ja mit Bayern in Kreuzern / Silbergroschen abrechnete. Hätte Preußen vorne eine 6 oder 9 belassen, hätte Bayern diese als Silbergroschen erkannt und entsprechend 21x bzw. 32x als Fremdporto angesetzt, was nicht richtig gewesen wäre.

Also: 6 oder 9 (ich tendiere zur 6) notierte Hamburg (Preußen) als Aufgabepost, in Hof der preußisch - bayerische Beamte mit 5 Sgr. angeschrieben (reduziert) und in Nürnberg als 18x notiert.

Bayern war von HH aus keine häufige Destination, zumal wenn die Leitung über Preußen lief, statt über taxisches Postgebiet.
Liebe Grüsse vom Ralph

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55

Monday, September 23rd 2013, 7:38pm

Hallo bk,

soweit verstanden, da ist dann im Jahre 1842 eine Hamburger Absende-Deern oder ein Hamburger Absende-Jong mit Schilling (Kurant) auf das preuss. Postamt in Hamburg geschlendert.

Da kam ich zunächst aber dennoch nicht so ganz locker flockig klar mit. Im Michel steht für Hamburg ab 1859 1,333 Sch = 1 Sgr, dann wären es bei den vorderseitig notierten 5 Sgr umgerechnet rd. 6,7 Sch. Passt reducirt nicht.

Für die Zeit vor 1859 fand ich die nachstehende Quelle* (siehe unten Auszug S.23), da sieht die Sache schon deutlich anders aus. Hier kommt man auf 1,875 Sch = 1 SGr, das wären dann bei 5 SGr umgerechnet 9,375 Sch, abgerundet 9 Sch. Passt schon eher, oder ?

+ Gruß !

vom Pälzer

*http://books.google.de/books?id=BmxTAAAA…%B6ring&f=false
Pälzer has attached the following images:
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  • Münz- und Wechselkunde Döring 1837 S.23.jpg

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56

Monday, September 23rd 2013, 7:47pm

Hallo Pälzer,

eigentlich hätte er zum taxischen Oberpostamt schlendern müssen, aber vlt. hatte man mehrere Briefe nach und über Preußen abschicken müssen, so dass man den hier en passent mit abgegeben hat. Uns soll es freuen.

Danke für die Währungsaufklärung - dann also 9 Schilling.
Liebe Grüsse vom Ralph

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57

Monday, September 23rd 2013, 7:57pm

:thumbup:

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58

Saturday, November 29th 2014, 1:14pm

Liebe Freunde,

Hamburg 3.11.1835 an Förster & Günther in Nürnberg frankiert. Es könnte ein Franko von 12 HShC gewesen sein, die man mit Rötel aufmalte, aber das ist schwer zu lesen. Preußen gab 1 3/4 Sgr. an Bayern weiter, die 6x entsprachen. Wenn jemand Erweiterndes zu dem Brief zu sagen weiß, ist dies willkommen.

Hamburg 11.6.1842 nach Ellingen. Hinten sind 9 zu sehen, die ich als HShC deute. Preußen notierte 5 Sgr., die Nürnberg in 18x in Auslage nach und das eigene Porto mit 8x ansetzte, so dass der Empfänger, das fürstlich Wredesche Rentamt, total 26x zahlen durfte.
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Liebe Grüsse vom Ralph

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Planke

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59

Sunday, December 13th 2015, 1:04pm

Hamburg - Bayern

Hallo werte Sammler!
Ich bin heute in dieses Thread geraten da ich von Hambourg die Währung der Postgebühren um 1808 suche. Im Beitrag auf Seite 3 N.- 51 bin ich auf einen Zwillingsbrief gestoßen den ich zu beschreiben versuche. In diesem Beitrag fand ich keine Beschreibung dazu. Nur abgebildet ist er. Meiner hat das Datum vom 26. November 1808. Rückseitig ist der Vermerk 14 angebracht und Vorderseitig eine 16 und eine 19 in Rötel. Laut meiner Ansicht ist dies nur die Umrechnung von Kreuzer Rh. in Kreuzer Cm. da zu dieser Zeit der Tiroler Ausland Tarif von 19 Kreuzer Cm gegolten hat. Mir wäre hier die Hamburger Währung wichtig und die Zeit von wann bis wann Hamburg freie Reichsstadt war.
Bitte um Ihre Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!! Mit Dank im Voraus grüßt: Planke

60

Sunday, December 13th 2015, 11:51pm

Lieber Planke,
es gab Unterschied zwischen Reichsstadt und Freie Reichsstadt.
Zur Hamburg ist Jahr 1510 als Freie Reichsstadt angegeben (Details kenne ich nicht wie der Verlauf wahr) und ist Heute noch ein Freie Reichsstadt. Es wehre nicht mal halbe Antwort - von 1510 bis Heute, dein Brief schreibst du ist aus Jahr 1808 - muss du schauen ob hier eine Besetzung gab ob Hamburg als Frei Reichsstadt funktionierte. Kann dir hoffentlich einer wo sich mit Geschichte Hamburgs beschäftigt besser helfen, wenn es näher wissen möchtest.

Landeswährung in Hamburg wahr:
1, seit 16 Jahrhundert
1Mark = 16 Schilling = 192 Pfennige
3 Mark (mk) = 1 Reichstaler

2, seit 1821
1 Preuß. Taler = 30 Silbergossen = 360 Pfennige

Was auf deinem Brief notiert wahr gegenüber Tirol, da von mach ich Finger ganz weg :D
LG A
"Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben."
W. v Humboldt